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Neue Perspektiven der Therapie von Stoffwechselstörungen durch Artischocke

Die Wirkstoffe der Artischocke (Cynara cardunculus var. scolymus (L.) Benth.) können Verdauungsproblemen und Stoffwechselstörungen entgegenwirken [1, 2, 3]. Die bioenergetische Stimulation, antioxidative Protektion und ubiquitäre Regeneration nach Verabreichung von Frischpflanzenextrakten aus der Artischocke ermöglichen eine ursächliche Behandlung von Stoffwechselstörungen und damit assoziierten degenerativen Prozessen. Spezialextrakte aus den frischen Artischockenblättern werden unter schonenden Bedingungen im Niedrigtemperaturverfahren gewonnen. Diese enthalten mehr Cynarin im Vergleich zu herkömmlichen Trockenextrakten. Cynarin ist die Vorstufe für die daraus im Organismus gebildeten bioaktiven Verbindungen Kaffeesäureamid, Ferulasäureamid und Dihydroferulasäureamid.

Frischpflanzenextrakte aus Artischocke (15 – 30:1) entfalten im menschlichen Organismus starke stoffwechselstimulierende Wirkungen: So wird die gesamte mitochondriale Aktivität, die Aktivität von Komplex I (Eisen-Schwefel-Cluster N2) und die Aktivität von Komplex IV (Cytochrom-c-Oxidase Einheit 5A) um das 3- bis 6-fache gesteigert [4, 5]. Diese bioenergetische Stimulation geht mit einer signifikant erhöhten Stoffwechseleffizienz und antioxidativen Protektion einher. Die Bildung von gefährlichen Superoxidanionradikalen und reaktivem Peroxynitrit geht zurück, während die Synthese des protektiven Radikalfängers Stickstoffmonoxid (NO) signifikant gesteigert wird.

Die Biogenese und Regeneration von Mitochondrien wird stimuliert. Dies führt nicht nur zu einer Behebung der vielen degenerativen Prozessen zugrundeliegenden Stoffwechselstörungen, sondern auch zu einer Verbesserung der Allgemeingesundheit, der Lebensqualität und des Wohlbefindens.

[1] Schneider E. Z Phytother 2009; 30: 316 – 322

[2] Rondanelli M et al. Int J Food Sci Nutr 2013; 64: 7 – 15

[3] Rondanelli M et al. Phytother Res 2014; 28: 33 – 41

[4] Poeggeler B. Z Phytother 2013; 34 (Suppl. 1): S25

[5] Poeggeler B, Weinberg J. Planta Med 2013; 79: 1219

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