• Trauben-Heidelbeersaft: Gut für den Stoffwechsel! © Fotolia/Harald Lange

    Ein Saft, der unter anderem Heidelbeeren enthält, kann aufgrund stoffwechselverbessernder Eigenschaften bei verschiedenen Krankheiten für Besserung sorgen.

     

Trauben-Heidelbeersaft: Gut für den Stoffwechsel!

Kann ein Trauben-Heidelbeersaft Risikofaktoren für Übergewichts-bedingte Krankheiten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ 2 Diabetes beeinflussen? Diese Frage versuchten Wissenschaftler des Max Rubner-Instituts zu beantworten. Übergewicht und die damit assoziierten Krankheiten werden weltweit zu einem immer größeren Problem. Dieses stellt für die Betroffenen und die öffentlichen Gesundheitssysteme eine große Belastung dar.

Wieso hilft Obst?

Eine obst- und auch gemüsereiche Ernährung reduziert das Risiko der Entstehung der oben genannten Krankheiten. Die neuesten Erkenntnisse deuten darauf hin, dass für die gesundheitsfördernde Wirkung von Obst und Gemüse auch sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe verantwortlich sind. Dieser Begriff bezeichnet zusammenfassend Substanzen mit unterschiedlichen chemischen Strukturen, die im Sekundärstoffwechsel von Pflanzen entstehen. Zu diesen Stoffen zählen auch zum Bespiel die Anthocyane, eine Gruppe wasserlöslicher Farbstoffe, die unter Anderem für die Farbe von roten Trauben, Heidelbeeren oder auch Johannisbeeren verantwortlich sind.

Der Versuch 

Das Max Rubner-Institut untersuchte im Rahmen eines Verbundprojekts zusammen mit Kooperationspartnern aus Geisenheim, Gießen und Dortmund die gesundheitsfördernde Wirkung von Anthocyanen. Während einer 10-wöchigen Fütterungsstudie bekamen Ratten einen anthocyanreichen Trauben-Heidelbeersaft oder einen Trauben-Heidelbeersaft ohne Anthocyane zu trinken.

 

Das Ergebnis

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der anthocyanreiche Saft den Fettstoffwechsel der Tiere positiv beeinflusste. So hatten die Tiere der Anthocyangruppe niedrigere Cholesterinspiegel und wiesen ein verändertes Fettsäurenspektrum im Plasma auf. Besonders erfreulich ist hierbei, dass der Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren anstieg und dafür der Anteil an gesättigten Fettsäuren abnahm. Diese Beobachtung ist deshalb interessant, da für mehrfach ungesättigte Fettsäuren eine gesundheitsfördernde Wirkung beschrieben ist. Des Weiteren waren die Serumspiegel bestimmter Botenstoffe, die bei Übergewicht vermehrt produziert werden und die an der Entstehung Übergewichts-bedingter Krankheiten beteiligt sein sollen, gesenkt. Zusammengenommen deuten die Ergebnisse dieser Studie darauf hin, dass anthocyanreiche Lebensmittel möglicherweise ein risikoreduzierendes Potenzial für Krankheiten wie Typ 2 Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben.

 

Quelle: Max Rubner-Institut - Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel

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