• Mit 16,3 μg pro 100g belegt der Lachs Platz 2 als bester Vitamin D-Lieferant. Nur knapp hinter dem Hecht mit 26,0 μg pro 100g.

     

Neue DGE-Referenzwerte für Vitamin D

Eine Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat die wissenschaftliche Datenlage zur Vitamin D-Versorgung in Deutschland bewertet und 20 µg Vitamin D als neuen Referenzwert festgelegt.

Forschungsergebnisse der letzten Jahre lieferten Hinweise auf eine Rolle des Vitamin D für die Prävention verschiedener chronischer Krankheiten. Eine Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hat die wissenschaftliche Datenlage hierzu bewertet. Die derzeitige Beweislage bestätigt eindeutig, dass eine gute Vitamin D-Versorgung bei älteren Menschen das Risiko für Stürze, Knochenbrüche, Kraftverlust, Mobilitäts- und Gleichgewichtseinbußen sowie vorzeitigen Tod senken kann.

In Deutschland weisen ca. 60 % der Bevölkerung nach internationalen Kriterien eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung auf. Bei ihnen liegt der Marker für die Versor- gung im Blut, die Konzentration des 25-Hydroxyvitamin D (25(OH)D), unter dem gewünschten Wert von 50 nmol/l. Um diese Konzentration im Blut zu erreichen, gibt die DGE als neuen Referenzwert für die Vitamin-D-Zufuhr unter der Annahme einer fehlenden körpereigenen Bildung 20 µg Vitamin D pro Tag an. Über die Ernährung mit den üblichen Lebensmitteln nehmen Jugendliche und Erwachsene 2–4 µg Vitamin D pro Tag auf.

Die Differenz zwischen der Zufuhr mit der Ernährung und dem Schätzwert bei fehlender körpereigener Bildung muss über die Vitamin-D-Bildung in der Haut und/oder über die Einnahme eines Vitamin D-Präparats gedeckt werden. Bei häufigem Aufent-halt im Freien, insbesondere auch bei körperlicher Aktivität im Freien und mit ausreichenden Partien unbedeckter Haut, kann die gewünschte Vitamin-D-Versorgung ohne Einnahme eines Vitamin D-Präparates erreicht werden.

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