• Alzheimer

     

Alzheimer-Krankheit – Wissens- und Therapielücken schließen

Bei der Alzheimer-Krankheit werden dringend neue Therapieoptionen benötigt. Es fehlt in der Öffentlichkeit zudem nicht selten an Wissen zu der Erkrankung. Projekte der Alzheimer-Forschung Initiative e.V. (AFI) sollen helfen, diese Lücken zu schließen.

Besonders groß sind die Wissenslücken bei Menschen mit Migrationshintergrund. Die gemeinnützige Initiative bietet deshalb ab sofort ihre telefonische Auskunft auch in türkischer und griechischer Sprache an. Dazu haben AFI-Mitarbeiter die Schulung „Brücken bauen – kultursensibel helfen“ besucht. Dieser deutschlandweit einzigartige Qualifizierungskurs wurde vom Interkulturellen Demenz-Netzwerk Düsseldorf initiiert und vom Demenz-Servicezentrum Region Düsseldorf koordiniert.

Im Fokus stehen dabei neben dem Krankheitsbild Demenz vor allem die Besonderheiten bei der Kommunikation, die Situation der Angehörigen sowie rechtliche Aspekte. Denn vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gehören die Versorgung von Menschen mit Demenz und die Unterstützung ihrer Angehörigen zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen. In Deutschland lebende Migranten sind dabei gleichermaßen betroffen wie deutsche Bundesbürger. Wenn sie Hilfe benötigen, wenden sie sich erfahrungsgemäß aber oft an Personen aus ihrem kulturellen Umfeld.

Dort fehlt häufig das erforderliche Wissen zu demenziellen Erkrankungen. Mit der telefonischen Auskunft in türkischer und griechischer Sprache möchte die AFI dazu beitragen, dies zu ändern. Die Anrufer werden deshalb in ihrer Muttersprache beraten.

Therapielücken bei der Alzheimer-Krankheit durch neue Substanzen zu schließen, ist hingegen Ziel eines durch die AFI geförderten Forschungsprojektes. Gesucht wird gezielt nach Wirkstoffen, welche die Zusammenlagerung von Molekülen des Beta-Amyloid-Proteins unterbinden. Denn die Alzheimer-Plaques wirken toxisch auf das Nervengewebe. Die Arbeitsgruppe um Dr. Wolfgang Hoyer von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) sucht daher nach potentiellen Hemmstoffen der Zusammenlagerung und Verklumpung von Beta-Amyloid.

„Damit wir mit unserer Untersuchung starten können, werden wir zuerst ein neues Testverfahren entwickeln, das auf Fluoreszenz basiert“, sagt Hoyer. „Anschließend können wir dann im so genannten Hochdurchsatz-Screening viele dieser Substanzen gleichzeitig testen.“ Die identifizierten Hemmstoffe können, so die Hoffnung des Wissenschaftlers, ein Ansatz für die Entwicklung neuer Medikamente gegen die Alzheimer-Krankheit sein. Gefördert wird das zweijährige Forschungsprojekt von der AFI mit knapp 40.000 Euro.

Quelle: Pressemitteilungen der Alzheimer Forschung Initiative e.V. im Februar 2017

 

Newsletter Neurologie

  • Jetzt anmelden und Whitepaper sichern!

    Jetzt kostenlos anmelden

    Melden Sie sich jetzt kostenlos zum Newsletter an und sichern Sie sich das Whitepaper: EEG-Anfallsmuster und Anfallssemiologie

Buchtipps

Praktische Geriatrie
Martin WillkommPraktische Geriatrie

Klinik - Diagnostik - Interdisziplinäre Therapie

EUR [D] 129,99Zum Warenkorb hinzufügenInkl. gesetzl. MwSt.

Neuroradiologische Messverfahren, Klassifikationen und Zeichen
Jan Mariß, Christoph J. MaurerNeuroradiologische Messverfahren, Klassifikationen und Zeichen

EUR [D] 159,99Zum Warenkorb hinzufügenInkl. gesetzl. MwSt.

Kurzlehrbuch Neurologie
Heinrich Mattle, Marco MumenthalerKurzlehrbuch Neurologie

EUR [D] 34,99Zum Warenkorb hinzufügenInkl. gesetzl. MwSt.