• Anticholinergika

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Geriatrie – Anticholinergika erhöhen das Demenzrisiko

Die anticholinerge Wirkung verschiedener Medikamente bleibt nicht immer ohne Folgen: S. L. Gray et al. von der University of Washington, USA, haben in ihrer prospektiven Langzeitstudie festgestellt, dass Anticholinergika möglicherweise das Risiko für Demenzerkrankungen dosisabhängig erhöhen können.

Anticholinergika werden teilweise als Spasmolytika oder Parkinson-Medikamente eingesetzt, um Muskarin-Rezeptoren zu blockieren. Andere Medikamente haben jedoch neben ihrem eigentlichen Wirkspektrum einen unerwünschten anticholinergen Effekt, wie z. B. Antihistaminika der ersten Generation oder spezielle Antipsychotika. Etwa 8-37 % der älteren Patienten werden mit Anticholinergika behandelt. Bekannt ist, dass eine akute Beeinträchtigung der Kognition eintreten kann, sodass Psychomotorik, Arbeitsgedächtnis und / oder Aufmerksamkeit eingeschränkt sind. Zusätzlich kann die Einnahme von Anticholinergika auch mit einer globalen kognitiven Beeinträchtigung assoziiert sein. Bei älteren Patienten zeigen sich diese Effekte aufgrund der altersbedingten Veränderungen in der Pharmakodynamik noch stärker. Auch ist bei Älteren die Blut-Hirn-Schranke durchlässiger.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Geriatrie – Anticholinergika erhöhen das Demenzrisiko

Aus der Zeitschrift Fortschritte der Neurologie - Psychiatrie 7/2015

 

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