Archiv 2017

Roboter zur Pflege von Demenzkranken?

Können Maschinen menschliche Zuwendung ersetzen? In Großbritannien, Irland und Italien stoßen Tests mit dem Pflegeroboter MARIO im Einsatz bei Demenzkranken auf positive Resonanz.

Die visuelle Migräne-Aura besser verstehen

Rund ein Drittel der Menschen mit Migräne entwickeln eine Aura. Mittels der funktionellen Kernspintomographie lassen sich wahrscheinlich die neuronalen Mechanismen, die den Sehstörungen bei der Aura zugrunde liegen, besser erhellen.

Zelltodblocker gegen die Neurodegeneration

Bei neurodegenerativen Erkrankungen wird der Zelluntergang vor allem durch Zelltodsignale gesteuert. Forscher hoffen, durch ein besseres Verständnis Zelltodblocker entwickeln zu können.

Molekulare Chaperone

Bislang gibt es keine Therapie, die den schleichenden Zerfall der Gehirnzellen bei der Chorea-Huntington aufhalten kann. Aktuelle Forschungsbefunde nähren nun die Hoffnung, dass sich das ändern könnte.

Trainieren unter Strom

Viele Fitnessstudios in Deutschland werben mit dem neuen Sporttrend EMS, bei dem die Muskeln während des normalen Trainings zusätzlich mit elektrischem Strom stimuliert werden. Doch die angebliche „Wundermethode“ hat Tücken.

Erste Hilfe im Gehirn: Wenn die Sprache plötzlich ausfällt

Nach einem Schlaganfall treten bei den Betroffenen häufig Sprachprobleme auf. Manche können bestimmte sprachliche Fähigkeiten wiedererlangen, anderen bleiben sie jedoch für immer verloren.

Epilepsie künftig gezielter behandeln?

Bei der Epilepsie hat die Art der jeweiligen Mutationen wesentliche Bedeutung für die Behandlung, wie Wissenschaftler am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) in Tübingen herausgefunden haben.

Ein Potpourri von Genen führt zur Frontotemporalen Demenz

An der Entstehung der Frontotemporalen Demenz sind anders als bisher angenommen zahlreiche Gene beteiligt. Das zeigen die neuesten Befunde eines Forscherteams in Tübingen.

Schlaganfall: Motorische Defizite exakter erfassen

Nach einem Schlaganfall scheitern viele Menschen an Handgriffen im Haushalt. Der Grund sind Lähmungserscheinungen aufgrund der Hirnschädigung. Wie sich die Störungen exakter erfassen lassen, untersucht ein Forscherteam der Technischen Universität München.

Demenz bei Kindern: Neue Therapiechancen

Auch Kinder und Jugendliche können an Demenz erkranken. Forscher berichten nun von Hinweisen auf eine klinische Wirksamkeit von Substanzen, die zur Therapie der Multiplen Sklerose eingesetzt werden.

Per Neurostimulation gegen chronische Schmerzen

Mittels einer gezielten Neurostimulation können chronische Schmerzen - beispielsweise nach der Implantation einer Knieendoprothese - gelindert werden.

Geschädigte Armnerven durch intensive Smartphone-Nutzung

Eine intensive Nutzung des Smartphones kann die Hand- und Fingernerven massiv belasten und sogar zur Entwicklung eines Karpaltunnel-Syndroms führen.

Notfall Neurologie in der Notaufnahme

Die neurologische Notfallmedizin hat sich in den vergangenen Jahren zum drittwichtigsten Gebiet in den Krankenhausnotaufnahmen entwickelt – neben Chirurgie und Innerer Medizin.

Nervenzell-Netzwerk schneller entschlüsselt

Ein neues Verfahren erlaubt die rund zehnfach raschere Entschlüsselung neuronaler Netzwerke im Gehirn. Die Methode wurde von Forschern des Max-Plack-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt

Beginnt der Parkinson im Magen?

Wird der Vagusnerv, der Gehirn und Bauchraum verbindet, durchtrennt, sinkt das Risiko, an Morbus Parkinson zu erkranken. Diese aktuellen Befunde stützen die These, dass die Parkinson-Krankheit im Magen entsteht.

Epilepsie: Ein Gen verrät, welche Medikamente wirken

Säuglinge, die bereits in den ersten drei Lebensmonaten schwere epileptische Anfälle entwickeln, profitieren von anderen Antiepileptika als Kinder, die später erkranken. Die Ursache des Unterschieds ist eine Mutation im Gen SCN2A.

Cannabis kehrt die Gehirnalterung um

Cannabis kann offenbar Alterungsprozesse im Gehirn umkehren. Darauf lassen Tierversuche von Wissenschaftlern der Universität Bonn schließen. Die Forschungsbefunde nähren Hoffnungen auf neue Therapieansätze gegen die Demenz.

Symptome beim Schlaganfall per Video-Clip erkennen

Gesichtslähmung und Sprachstörungen – das sind die wichtigsten Symptome eines Schlaganfalls. Doch nur etwa ein Fünftel der Europäer kennt eines davon. Um dafür zu sensibilisieren, gab der Filmemacher Ralph Ruthe nun einen Video Clip heraus.

Selbst- und Fremdbeurteilung der Lebensqualität bei Demenz

Die Verbesserung der Lebensqualität stellt ein zentrales Versorgungsziel von Personen mit Demenz vom Alzheimer-Typ und leichter kognitiver Beeinträchtigung dar. Eine Erfassung der LQ ist erforderlich.

Hirn-Scan zeigt LRS bei Kindern

Ein Hirn-Scan im Vorschulalter kann mit einer Trefferquote von 75 Prozent zeigen, ob ein Kind am Ende der ersten Klasse an einer Lese-Rechtschreibschwäche leidet. Das haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut herausgefunden.

Neue App zur Parkinson-Früherkennung

Eine neue App soll die Parkinson-Früherkennung fördern. Die App wurde vom Fraunhofer IAIS gemeinsam mit seinen Partnern im EU-Forschungsprojekt i-PROGNOSIS entwickelt.

Verbesserte Diagnostik von Hirntumoren

Molekulare Untersuchungsverfahren erweitern die Diagnostik von Hirntumoren. Sie sind nun erstmals in der WHO-Klassifikation der Tumoren des zentralen Nervensystems festgeschrieben worden.

Hirnzellen aus Hautzellen programmiert

Wissenschaftlern in Münster ist es gelungen, erstmals sehr effizient Oligodendrozyten aus Hautzellen umzuprogrammieren. Damit ist es möglich geworden, größere Mengen dieser Zellen für Forschungszwecke zu gewinnen.

Wertvolle Zeit bei der Schlaganfall-Versorgung sparen

Durch die Erarbeitung eines Musterablaufplans kann wertvolle Zeit bei der Versorgung von Schlaganfallpatienten eingespart werden. Das belegen die Erfahrungen von Medizinern an der Universitätsmedizin Göttingen.

Lassen sich Hirnaneurysmen pharmakologisch stabilisieren?

Inwieweit eine vorbeugende Stabilisierung von Hirnaneurysmen möglich ist, soll die Phase III-Studie PROTECT-U klären. Im Zentrum steht die Frage, ob durch eine Behandlung der wichtigsten Risikofaktoren dem Wachstum des Aneurysmas entgegenzuwirken ist.

Alzheimer-Krankheit

Bei der Alzheimer-Krankheit werden dringend neue Therapieoptionen benötigt. Es fehlt in der Öffentlichkeit zudem nicht selten an Wissen zu der Erkrankung. Projekte der Alzheimer-Forschung Initiative e.V. (AFI) sollen helfen, diese Lücken zu schließen.

Extrakranielle Vertebralisdissektion

Unilaterale schmerzhafte periphere proximale sensomotorische Armparesen können z. B. durch eine obere Armplexusläsion bedingt sein. Ursachen sind hier u. a. Trauma, Entzündung, neoplastische Raumforderung oder radiogene Plexusschädigung.

Das chronische Müdigkeitssyndrom

Das Chronic Fatigue Syndrome (CFS), auch als Myalgische Enzephalomyelitis (ME) bezeichnet, stellt Ärzte vor erhebliche Herausforderungen. Die Prävalenz des CFS kann mit unter 1 % angegeben werden.

Per „Augenscan“ neurodegenerative Prozesse diagnostizieren?

Künftig neurodegenerative Erkrankungen wie den Alzheimer quasi durch einen einfachen „Augenscan“ diagnostizieren zu können, hoffen Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) in Jena.

Sinneseindrücke kontrollieren Dopamin im Zwischenhirn

Intensive Sinnesreize können offenbar die Aktivität dopaminerger Nervenzellen des Zwischenhirns modulieren. Die neuen Erkenntnisse zur Steuerung der Zellen nähren Hoffnungen auf neue Therapieregime beim Resless-Legs-Syndrom (RLS).

Fördergelder für Alzheimer-Forschung ausgeschrieben

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) schreibt in diesem Jahr erneut Fördergelder für die Alzheimerforschung aus. Eine Beantragung der Forschungsförderung (Letter of Intent) ist bis zum 6. März 2017 möglich.

Hoffnung auf Ansatz gegen neuropathischen Schmerz

Einen neuen Ansatz gegen neuropathische Schmerzen verfolgt ein Forschungsteam am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin. Im Tierversuch ist die Schmerzdämpfung möglich, ohne andere Sinneswahrnehmungen zu stören.

Bildgebung peripherer Nerven

Die Ultraschalldiagnostik und Magnetresonanztomografie (MRT) peripherer Nerven sind als komplementäre Methode zur Elektrophysiologie etabliert. Sie liefern Zusatzinformationen bei vielen klinischen Fragen bzw. Erkrankungen.

Narkose ändert die neuronale Choreographie

Auch während einer tiefen Anästhesie bleiben Nervenzellen hochaktiv, wie Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin zeigen konnten. Die Zellen ändern aber in der Narkose augenscheinlich ihren Arbeitsmodus.

Sport – Demenz-Prävention bei Diabetikern

Menschen mit Typ-2-Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für eine Alzheimer-Erkrankung sowie eine vaskuläre Demenz. Präventiv wirkt dabei regelmäßige Bewegung, so das Ergebnis einer Metaanalyse an der Deutschen Sporthochschule Köln.

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