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Autonome Störungen

Das autonome Nervensystem steuert unwillkürlich zahlreiche Vorgänge im menschlichen Körper. Erkrankungen des peripheren und/oder zentralen autonomen Netzwerks können daher mit einer großen Breite autonomer Dysfunktionen symptomatisch werden.

Allgemeines Vorgehen – von der Diagnose zur Therapie

Allgemeines Vorgehen

Die vegetative Anamnese umfasst mindestens Fragen zu orthostatischen Beschwerden (Herzrasen, Schwindel beim Aufrichten, Blässe), Schweißsekretion, zur Blasenentleerung/-kontinenz, Stuhlfrequenz/-beschaffenheit (Obstipation vs. Diarrhöen), Libido/Erektion und Schlaf. Zudem sollten detailliert tageszeitliche Abhängigkeit, Dauer der Symptome, Ernährungs- und Trinkgewohnheiten, sportliche Betätigung erfragt werden. Das Flussdiagramm fasst den Weg zur Diagnose autonomer Störungen zusammen.

Spezielle Krankheitsbilder

Passagerer Bewusstseinsverlust – Transient Loss of Consciousness (TLOC)

Der passagere Bewusstseinsverlust ist durch eine vorübergehende, meist rasch reversible, quantitative Bewusstseinsstörung definiert. Diese geht üblicherweise nicht mit einer bleibenden zerebralen Schädigung einher. Ursächlich sind neben kreislaufabhängigen Störungen (siehe Abschnitt Synkopen) auch verschiedene andere Erkrankungen aus dem neurologischen und internistischen Fachgebiet. Differenzialdiagnostisch abzugrenzen sind epileptische Anfälle, psychogene nicht-epileptische Anfälle, metabolische Entgleisungen (Elektrolyte, Blutzucker, Ammoniak), Intoxikationen oder eine TIA im vertebrobasilären Stromgebiet.

Synkopen

Unter einer Synkope versteht man einen plötzlich eintretenden, passageren Verlust von Bewusstsein und Muskeltonus, bedingt durch eine zerebrale Minderdurchblutung. Meist fällt dabei der systolische Blutdruck unter 70 mmHg. Ursächlich können sowohl primär ein Abfall des Blutdruckes als auch ein Abfall der Herzfrequenz bzw. eine Pause sein. Klinisch ist die Synkope durch eine rasche Erholung – im Gegensatz zum epileptischen Anfall – charakterisiert. Einen Überblick und einen diagnostischen Algorithmus bietet Prodromi kommen häufig, jedoch nicht immer vor und umfassen typischerweise einen Schweißausbruch, „Schwarzwerden vor den Augen“, Übelkeit und eine möglicherweise fremdanamnestisch beobachtete Blässe. Myoklonien treten in mehr als 50% der Fälle auf.

 

Lesen Sie den vollständigen Beitrag hier Autonome Störungen

Aus der Zeitschrift Klinische Neurophysiologie 03/2018

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