• Kontrastmittel zeigt das Rupturrisiko bei Hirnaneurysmen

    Durch Ferumoxytol lässt sich in der Kernspintomographie das Rupturrisiko von Hirnaneurysmen abschätzen.

     

Kontrastmittel zeigt das Rupturrisiko bei Hirnaneurysmen

Mit Hilfe des Kontrastmittels Ferumoxytol lässt sich in der Kernspintomographie (MRT) das Rupturrisiko von Hirnaneurysmen abschätzen. Das zeigt laut Professor Dr. Hans-Jakob Steiger, Düsseldorf, Tagungspräsident beim 64. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie, eine Pilotstudie bei 30 Patienten mit zufällig entdecktem Aneurysma im Gehirn.

 

Den Patienten wurde Ferumoxytol infundiert und die 24 Stunden später durchgeführte MRT zeigte bei 7 von ihnen eine ausgeprägte Aufnahme des kolloidalen Eisen-Kohlenhydrat-Komplexes. Vier der Aneurysmen wurden chirurgisch ausgeschaltet, die restlichen drei wurden beobachtet. „Bei allen nicht operierten Patienten trat innerhalb von sechs Monaten eine Hirnblutung auf“, sagte Steiger. Anders bei Patienten, bei denen sich Ferumoxytol nur langsam über drei Tage anreicherte und die zur Hälfte nicht operiert wurden. Bei ihnen kam es in keinem Fall innerhalb der nachfolgenden sechs Monate zu einer Größenzunahme des Aneurysmas oder zu einer Ruptur. „Man kann mit der neuen Untersuchung offenbar die Brüchigkeit der Hirnaneurysmen und damit die Blutungsgefahr darstellen“, so Steiger.