• Alzheimer Risiko

     

Leben mit einem hohen Alzheimer-Risiko?

Welche Erwartungen haben Menschen, die sich auf ihr Alzheimer-Risiko untersuchen lassen? Was sollten Ärzte beachten, wenn sie bei Patienten das individuelle Risiko bestimmen? Das sind Fragen, denen ein Forschungsprojekt an der Universität Köln nachgehen will.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Fortschritte in der Vorhersage der Alzheimer-Demenz werden immer häufiger Untersuchungen zur Risikoabschätzung durchgeführt, häufig auf Wunsch der Patienten selbst. Welche Vorteile eine vorsorgliche Risikobestimmung hinsichtlich einer Alzheimer-Erkrankung haben kann, welche Belastungen damit verbunden sein können und wie sich das Ergebnis der Untersuchung angesichts der bislang unzureichenden Therapiemöglichkeiten auf die Betroffenen und ihre Familien auswirken kann, soll ein interdisziplinäres Projekt an der Kölner Universität analysieren.
Unter dem Titel „Ethische und rechtliche Rahmenbedingungen für die Prädiktion der Alzheimer-Erkrankung: Lebensqualität von Risikopatienten und nahen Angehörigen“ (PreDADQoL) soll das Projekt, das in Kooperation mit der Fundació ACE Barcelona durchgeführt wird, eine wichtige Forschungslücke schließen. Dabei soll ein empirisch fundierter, ethischer und rechtlicher Rahmen für die Durchführung prädiktiver Diagnostik der Alzheimer-Erkrankung einschließlich Hilfestellungen für die Information, Beratung und Betreuung der Patienten erarbeitet werden. Als normative Grundlage dient ein breites Konzept von Lebensqualität, das hinsichtlich der Prädiktionsmöglichkeiten erweitert werden muss.

Die Untersuchung bezieht neben Personen mit sogenannter minimaler kognitiver Beeinträchtigung (MCI) auch die jeweils nahen Patientenangehörigen (Partner, Kinder, Geschwister) ein. PreDADQoL fußt auf einer empirischen Datenbasis aus quantitativen und qualitativen Untersuchungen zu den Einstellungen und Erwartungen von MCI-Patienten und ihrer nahen Angehörigen hinsichtlich prädiktiver Tests zur Alzheimer-Erkrankung. Berücksichtigt werden dabei die Auswirkungen der Diagnostik auf die Lebensqualität.
Koordiniert wird das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über drei Jahre mit insgesamt 300.000 Euro geförderte Projekt von der geschäftsführenden Direktorin von ceres, Prof. Dr. Christiane Woopen. Zum Forscherteam gehören der geschäftsführende Direktor des Instituts für Medizinrecht der Universität zu Köln, Prof. Dr. Christian Katzenmeier, der Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Köln, Prof. Dr. Frank Jessen und die Direktorin des Barcelona Alzheimer Treatment & Research Centers, Mercè Boada, MD, PhD.

Quelle und weiterführende Informationen: Pressemitteilung der ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health Andreas Kirchner, M.A. (PR Officer) Universität zu Köln Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln, Tel: +49 (0)221 470-89110, Fax: +49 (0)221 470-89101
E-Mail: ceres-info@uni-koeln.de, Webseite http://ceres.uni-koeln.de/forschung/projekte/predadqol/

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