• Mit Stammzellen dem Parkinson auf der Spur

    Welche Mechanismen für die Entstehung der Parkinson-Krankheit verantwortlich sind, wollen Wissenschaftler nun ergründen.

     

Mit Stammzellen dem Parkinson auf der Spur

Welche Mechanismen für die Entstehung der Parkinson-Krankheit verantwortlich sind, wollen Wissenschaftler des interdisziplinären Forschungsverbund ForIPS mit dem Projekt „Humane induzierte pluripotente Stammzellen“ ergründen. Beteiligt sind Forscher der Universitäten und Universitätskliniken Erlangen-Nürnberg, München (LMU und TUM), Regensburg und Würzburg aus den Fachbereichen Medizin, Biologie und Ethik, Sprecher des Forschungsverbunds ist Prof. Dr. Jürgen Winkler, Leiter der Abteilung für Molekulare Neurologie und Bewegungsambulanz am Universitätsklinikum Erlangen.

 

Die Forscher programmieren Bindegewebszellen der Haut von Parkinson-Patienten zurück ins Stammzellenstadium und züchten daraus Nervenzellen. Dieses Verfahren wurde gewählt, da es sich ethisch verbietet, direkt mit Zellen aus dem Gehirn von Patienten zu arbeiten. Die umprogrammierten Zellen weisen, so die Hoffnung, die gleichen Eigenschaften und auch die gleichen Defekte auf wie die Nervenzellen der betroffenen Parkinson-Patienten. Anhand der Proben lässt sich dann untersuchen, welche Mechanismen die Krankheit tatsächlich auslösen. Dadurch soll eine individualisierte, auf den einzelnen Patienten zugeschnittene Erforschung der Krankheitsentstehung und möglicher Interventionen vorangetrieben werden. Am Universitätsklinikum Erlangen wird ferner eine Biobank aufgebaut, in der die Zellproben gelagert und anderen Forschern zur Verfügung gestellt werden.