• Morbus Parkinson: Helfen „Activity Coaches“ Patienten zu mobilisieren?

    Steigert ein vielfältiges Verhaltensänderungsprogramm die physische Aktivität der Patienten mit Morbus Parkinson.

     

Morbus Parkinson: Helfen „Activity Coaches“ Patienten zu mobilisieren?

Morbus Parkinson wird begleitet von verschiedensten Symptomen, u.a. Depression und Apathie. In diesem Zusammenhang untersuchten van Nimwegen et al., ob ein vielfältiges Verhaltensänderungsprogramm („ParkFit“, mit „Activity Coaches“, die individuell Patienten betreuen und motivieren) die physische Aktivität der Patienten steigert. 586 Patienten (40-75 Jahre) wurden in die randomisierte, kontrollierte Multizenter-Studie in den Niederlande eingeschlossen und entweder dem ParkFit-Programm (n=299) oder regulärer Physiotherapie (n=287) zugeordnet. Alle 6 Monate wurden der Grad der physischen Aktivität (standardisierter Fragebogen [LAPAQ], Tagebuch und Aktivitätsmonitor), die Lebensqualität (Fragebogen [PDQ-39]) und Fitness (6-Minuten-Gehtest) festgestellt.

Während mittels LAPAQ nach 24 Monaten kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen bestand, zeigte sich eine gesteigerte physische Aktivität der ParkFit-Gruppe nach Auswertung der Tagebücher (Differenz 30%; p<0,001) und Monitore (Differenz 12%; p<0,001). Ebenso profitierte die Fitness der Patienten vom ParkFit-Programm (Differenz 4,8 m; p=0,05). Laut den Autoren seien daher weitere Arbeiten hierzu gerechtfertigt.

BMJ 2013; 346: f576

 

Aus der Zeitschrift DMW Dtsch med Wochenschr 2013; 138(13): 623