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Normaldruckhydrozephalus

Für Diagnostik, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie des Normaldruckhydrozephalus ist die Bildgebung entscheidend. Auch wenn die Therapie eines Normaldruckhydrozephalus mal nicht erfolgreich sein sollte, werden zahlreiche Fragen an den Radiologen gestellt. Der Artikel gibt eine Übersicht über das Krankheitsbild des Normaldruckhydrozephalus und die speziellen prä- und postchirurgischen Anforderungen an die Bildgebung.

Der Normaldruckhydrozephalus (NPH = „normal pressure hydrocephalus“) ist eine häufige, immer progredient verlaufende Erkrankung des älteren Patienten mit Gangstörungen, Inkontinenz und kognitiven Defiziten. Eine möglichst frühzeitige liquorableitende Operation kann mit geringem Risiko eine Verschlechterung und die drohende Pflegebedürftigkeit der Patienten in vielen Fällen über Jahre hinweg hinauszögern und ist damit sowohl für die Patienten als auch für die Angehörigen eine segensreiche Therapie. Dennoch werden viele Patienten durch eine verspätete Diagnose, durch Fehldiagnosen (z. B. Hirnatrophie, zerebrale Mikroangiopathie, Alzheimer-Demenz), einer Ignoranz der Behandlungserfolge oder Furcht vor Behandlungs-/Shuntkomplikationen erst spät oder gar nicht einer adäquaten Therapie zugeführt. Radiologen spielen in der Diagnostik eine mitentscheidende Rolle und können durch die korrekte Interpretation der Bilder eine frühzeitige und richtige Weichenstellung für den weiteren Behandlungsverlauf bewirken.

Grundlagen

Definition und Epidemiologie

Der NPH wurde erstmals durch Solomon Hakim beschrieben. Zur Diagnose gehören die Symptome Gangstörung, Inkontinenz und Demenz (sog. „Hakim-Trias“) und eine Ventrikelerweiterung mit normalen intrakraniellen Druckwerten. Die 3 Symptome müssen nicht obligat zusammen vorliegen. Unbehandelt verläuft die Erkrankung immer progredient mit verfrühter Pflegebedürftigkeit und Mortalität.

 

MERKE

Gangstörung, Inkontinenz und Demenz sind die typischen Symptome des NPH.

Der NPH ist eine typische Erkrankung des älteren Menschen (2,9 % der über 65-Jährigen, 5,9 % der über 80-Jährigen) und geht häufig mit vaskulären Risikofaktoren einher. In Deutschland ist von über 500 000 Erkrankten auszugehen.

 

MERKE

Der NPH ist im Alter eine sehr häufige Erkrankung.

Man unterschied bisher einen idiopathischen oder primären NPH ohne erkennbare Ursache von einem sekundären NPH nach Subarachnoidalblutung, Trauma oder Meningitis. Die Grenzen sind aber fließend und haben kaum einen Einfluss auf die Therapie.

 

Lesen Sie den vollständigen Beitrag hier Normaldruckhydrozephalus

Aus der Zeitschrift Neurologie up2date 02/2020

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