• Mit Stammzellen dem Parkinson auf der Spur

    Für Aufsehen haben jüngst Befunde gesorgt, wonach möglicherweise Pestizide einen Morbus Parkinson auslösen können.

     

Parkinson durch Pestizide?

Für Aufsehen haben jüngst Befunde gesorgt, wonach möglicherweise Pestizide einen Morbus Parkinson auslösen können. „Wir haben Belege dafür gefunden, dass Insektengifte, die eingeatmet und geschluckt werden, im Nervensystem des Magens zur Freisetzung des Parkinson-Proteins Alpha-Synuklein führen“, berichtet Professor Dr. Heinz Reichmann, Dresden, dort beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Alpha-Synuklein gelangt demnach vom Magen über den Vagusnerv ins Gehirn, was sich im Mausmodell durch die Durchtrennung des Truncus vagalis anterior sowie des Nervus mesentericus inferior verhindern ließ. Gab man den Tieren anschließend das Insektengift Rotenon ins Futter, so schnitten die operierten Mäuse nach drei bis vier Monaten bei speziellen Balanceübungen deutlich besser ab als die Tiere der nicht operierten Kontrollgruppe.

 

Hinweise, dass Pestizide zumindest partiell an der Entstehung der Parkinsonschen Erkrankungen beteiligt sind, gibt es laut Reichmann schon seit Jahrzehnten. Die Zusammenhänge sind nun besser zu verstehen, zumal gezeigt werden konnte, wie Alpha-Synuklein bei den Versuchstieren über verschiedene Stationen bis in die Substantia nigra transportiert wird.