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    Studien beweisen, dass das "Restless Legs"- Syndrom häufig bei Patienten die an Multipler Sklerose erkrankt sind, auftritt.

     

„Restless Legs“ überproportional häufig bei MS-Patienten

Das Restless Legs Syndrom (RLS) tritt überproportional häufig bei Patienten mit Multipler Sklerose auf. Das belegt eine systematische Analyse der vorliegenden Studiendaten.

Insgesamt 24 Studien, die seit April 2012 publiziert wurden und sich mit der Häufigkeit des RLS bei MS-Patienten beschäftigen, haben Schürks M et al. ermittelt. Die Wissenschaftler haben die Ergebnisse in einem systematischen Review aufbereitet (Eur J Neurol 2013; 20 (4): 605-615).

Das Ergebnis: Die Prävalenz-Range des RLS reicht in den ermittelten Studien bei der MS von 12,12 bis 57,50 Prozent gegenüber nur 2,56 bis 18,33 Prozent bei Patienten ohne MS. Die Heterogenität unter den Studie war allerdings sehr hoch, weshalb die Autoren die Daten nicht als Metaanalyse aufbereitet haben. Unabhängig davon aber deutet die gepoolte Analyse der Studienergebnisse auf eine bei Patienten mit Multipler Sklerose um das Vierfache erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung und das Vorliegen eines Restless Legs Syndroms als bei Personen ohne MS hin.