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Therapie des essentiellen Blepharospasmus mit Botulinumtoxin

Zusammenfassung

Der Blepharospasmus ist eine fokale Dystonie und eine seltene Erkrankung des Gehirns, bei der es zu unwillkürlichen Verkrampfungen der Lidschlussmuskulatur kommt. Die Diagnose wird klinisch gestellt und kann im Zweifel durch elektrophysiologische Untersuchungen bestätigt werden. Die Therapie der Wahl ist die lokale Injektion von Botulinumtoxin, die regelmäßig wiederholt werden muss.

 

Einleitung

Der Blepharospasmus (BSP) ist eine fokale Dystonie, bei der unwillkürliche tonische oder klonische Verkrampfungen hauptsächlich des M. orbicularis oculi auftreten. Die Erkrankung tritt im mittleren bis höheren Lebensalter (Durchschnitt 56 Jahre) gehäuft bei Frauen (1,8:1) auf. Es handelt sich um eine seltene Störung mit einer Häufigkeit von 16–133 Betroffenen auf 1 Million. In ca. 20 % der Fälle ist der BSP mit oromandibulären und / oder fazialen Dystonien vergesellschaftet und wird dann als Meige-Syndrom bezeichnet. Die Symptome entwickeln sich über ca. 3 Jahre und bleiben dann in der Regel stabil, dabei kann sich die Störung auf benachbarte Muskelgruppen ausdehnen (z. B. cervikale Dystonie). Die Erkrankung kann bei schwerer Ausprägung bis zu einer funktionellen Blindheit führen, die Betroffenen sind durch den häufigen krampfartigen Lidschluss behindert und stigmatisiert, was zu beruflichen und sozialen Problemen führt.

In der vorliegenden Arbeit wird die Erkrankung an Hand der Anatomie, der Physiologie und Pathophysiologie, der Diagnostik und Differenzialdiagnostik näher beschrieben sowie die Therapie und Therapieprobleme beleuchtet.

Wir möchten mit dieser Veröffentlichung allen Anwendern von Botulinumtoxin eine praxisnahe Hilfe zur Verfügung stellen und freuen uns über Rückmeldungen.

 

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Aus der Zeitschrift Fortschritte der Neurologie Psychiatrie

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