• Förderung

    Der SFB 936 wird für die kommenden vier Jahre mit insgesamt 9,6 Millionen Euro gefördert.

     

Weitere Förderung der Hirnforschung am UKE

Grünes Licht für die Fortführung des Sonderforschungs-bereichs (SFB) 936 „Multi-Site Communication in the Brain“ hat das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) erhalten. Es wird nunmehr mit knapp zehn Millionen Euro für die Fortsetzung seiner neurowissenschaftlichen Forschungen von der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Jemandem zuhören, etwas fühlen, sich an etwas erinnern – für kognitive Prozesse wie diese werden komplexe Netzwerke im Gehirn aktiviert, die über mehrere Gehirnregionen hinweg agieren. Der Sonderforschungsbereich 936 verfolgt seit seiner Etablierung im Jahr 2011 das Ziel, die neuronalen Interaktionen im Gehirn zu untersuchen und dabei auch Aufschluss über die Entstehung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen zu erhalten. Ein entscheidender Faktor in der Arbeit des SFB 936 besteht dabei in der engen Verzahnung von Grundlagenforschung und patientenzentrierten klinischen Forschungsarbeiten, die bereits in der ersten Förderperiode wirkungsvoll und innovativ kombiniert wurden.

So konnten wichtige neue Erkenntnisse zur Kommunikation in Netzwerken des Gehirns und bei Erkrankungen wie Schlaganfall, Schizophrenie oder Parkinson gewonnen werden. In der zweiten Förderperiode soll die Modulation von Netzwerken des Gehirns im Vordergrund der Untersuchungen stehen. Denn Interventionen wie beispielsweise die magnetische oder elektrische Hirnstimulation zielen darauf ab, die Kommunikation in Netzwerken zu verbessern. Zudem werden in der zweiten Förderperiode mehr Ressourcen für die Modellierung und Simulation neuronaler Netzwerke zur Verfügung stehen.

Der SFB 936 wird für die kommenden vier Jahre mit insgesamt 9,6 Millionen Euro gefördert. „Die dynamische Kommunikation in neuronalen Netzwerken des Gehirns gehört zu den derzeit wichtigsten und spannendsten Forschungsthemen in den Neurowissenschaften. Die Bewilligung für eine weitere Förderphase unseres SFBs dokumentiert, dass das UKE in diesem Bereich zu einem der führenden Standorte in Deutschland geworden ist“, sagte dazu Professor Dr. Andreas K. Engel, Leiter des Instituts für Neurophysiologie und Pathophysiologie des UKE. „Die Fortsetzung dieses Sonderforschungsbereiches ist ein Meilenstein für die Erforschung neurologischer Erkrankungen wie Schlaganfall und Parkinson. Das Besondere am SFB 936 ist, dass wir die Netzwerkeigenschaften des Gehirns und ihre Veränderungen durch Krankheiten untersuchen. In der zweiten Förderphase wird die gezielte Beeinflussung von Netzwerken des Gehirns im Vordergrund stehen. Zudem werden wir uns noch stärker darauf konzentrieren, diese Netzwerke mit modernen Computersystemen zu modellieren und krankhafte Veränderungen zu simulieren“, erläuterte Professor Dr. Christian Gerloff, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie und Stellvertretender Ärztlicher Direktor des UKE die nun weiter geplanten Projekte.

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