Angeborene skelettale Fehlbildungen in der Kinderorthopädie

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Unter dem Begriff der Fehlbildungen sind angeborene Defekte von Differenzierung, Länge und Volumen von Skelettabschnitten an den Extremitäten und der Wirbelsäule einzuordnen, die im Allgemeinen, mehr oder weniger ausgeprägt, einen Körperabschnitt befallen und bereits zum Zeitpunkt der Geburt feststellbar sind.

Sie sind meist nicht Ursache genetischer Prozesse, sondern können gelegentlich auf infektiöse, hypoxische, toxische, medikamentöse oder hormonelle Faktoren, die in wichtigen Phasen der Entwicklung des Bewegungssystems auf den Embryo und Fetus einwirken, zurückgeführt werden.
Diesen gegenüber zeichnen sich die angeborenen Systemerkrankungen des Skeletts durch eine breite Ausdehnung von angeborenen Veränderungen am ganzen Skelettsystem aus, wobei es sich dabei nicht nur um Fehlentwicklungen der Form und Größe im Einzelnen handelt, sondern auch um Veränderungen der Knochenstruktur und Körpergröße, teilweise in Kombination mit anderen Organ- und Stoffwechselerkrankungen. Häufig ist ein hereditärer Charakter erkennbar. Systemerkrankungen können im Skelettsystem mit Fehlbildungen, wie sie bei den regionalen Defekten auftreten, kombiniert sein.

Die vorliegende Darstellung beschränkt sich auf die angeborenen skelettalen Extremitätenfehlbildungen.