• Untersuchung der Hand

     

Klinische Untersuchung der Hand

Bei Funktionseinschränkungen von Hand und Handgelenk lassen sich im Wesentlichen verletzungsbedingte von nicht verletzungsbedingten Ursachen (degenerativ, chronisch-entzündlich, vaskulär, angeborene Fehlbildungen, systemische Erkrankungen etc.) unterscheiden.

Verletzungen der Hand sind häufig. Bei Arbeitsunfällen ist die Hand mit 34,5% und der Komplex aus Unterarm-Handgelenk-Handwurzel mit 7,5% betroffen.

Merke
Die genaue Kenntnis der klinisch relevanten Anatomie ist die Basis einer jeden klinischen Untersuchung. Dies gilt im Besonderen für die Hand, da hier mögliche geschädigte Strukturen anatomisch in enger Lagebeziehung zueinander stehen.

Nach erfolgter Anamnese gliedert sich die klinische Untersuchung in Inspektion, Palpation, Funktionsprüfungen sowie die Durchführung spezifischer Tests. In der Literatur wird eine Vielzahl von Tests und Provokationsmanövern beschrieben.

Praxis
Diagnostische Eskalation

Anamnese

klinische Untersuchung

  • Inspektion
  • Palpation
  • Funktionsprüfung (vaskuläres, sensorisches, motorisches System)
  • spezifische Testung

bildgebende Maßnahmen

invasive diagnostische Maßnahmen (ASK)

Die in diesem Artikel genannten Verfahren stellen eine Auswahl klinisch relevanter Untersuchungstechniken dar. Ziel ist es, auch nicht schwerpunktmäßig handchirurgisch tätigen Behandlern eine fundierte Befunderhebung zu erleichtern.

Anamnese

Im ersten Arzt-Patienten-Kontakt sollte die Anamnese mit offenen Fragen begonnen werden. Der Patient sollte die Möglichkeit haben, möglichst ungefiltert in vertrauensvoller Atmosphäre seine Leidensgeschichte darzulegen. Im Weiteren beinhaltet die strukturierte Anamnese die Abfrage allgemeiner Informationen wie Alter, Händigkeit, Beruf und der bestehende Anspruch an die Hand im Rahmen der alltäglichen Belastung. Vorbestehende Beeinträchtigungen und Folgen früherer Verletzungen oder Operationen sollten ebenso erfragt werden wie relevante Vorerkrankungen oder die regelmäßige Einnahme von Medikamenten.

Nach dem offenen Teil ist es notwendig, die Fragen zu präzisieren – und spezifischere, geschlossene Fragen zu stellen. Häufig können so schon zu Beginn Ursachen für Funktionseinschränkungen der Hand eingegrenzt werden.

Bei Verletzungen ist der Unfallzeitpunkt (Uhrzeit) zu dokumentieren. Dies ist insbesondere für durchblutungsgefährdende Verletzungen relevant. Der Unfallhergang sollte exakt erfragt werden, um mögliche Begleitverletzungen abschätzen zu können. Es empfiehlt sich bei Bedarf eine Fotodokumentation des Befundes. Weitere wichtige Fragen sind: Handelt es sich um eine offene oder geschlossene Verletzung? Sind bei offenen Verletzungen Fremdkörpereinsprengungen oder starke Kontamination möglich? Besteht eine Tetanusimmunisierung?

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Klinische Untersuchung der Hand

Aus der Zeitschrift: Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 01/2019

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