Wo geht die Reise hin bei Hüftimplantaten?

  • Entwicklung zur Luxationsminderung II – Lösung

     

Neue regulative Vorschriften und ökonomische Zwänge beeinflussen die zukünftige Entwicklung von Hüftgelenkprothesen. Um hier trotzdem weiter zu kommen, sollten wir den Blick darauf zurück richten, wo und wie die Hüft- und Endoprothetik entwickelt wurde.

Neue regulative Vorschriften und ökonomische Zwänge beeinflussen die zukünftige Entwicklung von Hüftgelenkprothesen. Um hier trotzdem weiter zu kommen, sollten wir den Blick darauf zurück richten, wo und wie die Hüft- und Endoprothetik entwickelt wurde. Bereits im 19. Jahrhundert wurde von einem Berliner Chirurgen eine Reihe der heute geschätzten Produktmerkmale angegeben.

Wir identifizieren die Ziele unserer Produktentwicklung durch das Studium neuester Veröffentlichungen und durch intensive Gespräche mit unseren Anwendern. Das Luxationsproblem kann durch die Verwendung von Systemen mit großen Köpfen angegangen werden, vorausgesetzt, es werden abriebsreduzierende Maßnahmen vorgesehen. Der Anti-Luxationsring ist eine der Möglichkeiten, um die habituelle Hüftluxation zu stoppen – wenn er mit geeignetem Instrumentarium Hüftpfannen-schonend implantiert wird.

Die Infektion ist eines der größten Probleme beim Gelenkersatz. Antibiotikabeschichtung von zementfreien Implantaten ist möglich, aber die regulative Zulassung ist eine extrem große Herausforderung. Die PorAg® Silber-Oberflächenmodifikation schützt die Implantate auf oligodynamische Weise vor Biofilm. Aseptische Prothesenlockerung kann durch die HX® CaP Dünnschicht-Beschichtung, die die offene Zellstruktur des Substrats erhält, reduziert werden. Hüftschaftfraktur ist eine dramatische Komplikation. Sie kann durch Materialverbesserung und geeignete konstruktive Maßnahmen vermieden werden. VACUCAST® setzt spezielle Gussverfahren ein und verbessert die mechanischen Eigenschaften der Gussteile durch eigene thermomechanische und thermochemische Wärmebehandlungen sowohl bei Kobalt-Chrom als auch bei Titanlegierungen. Metallhypersensitivitäten werden seit einiger Zeit vermehrt bei den Patienten festgestellt. LINK® bietet für diese Patienten unterschiedliche Oberflächenmodifikationen bei Hüft- oder Kniegelenkersatz und auch für Megaprothesen. Verbesserungen beim Gelenkersatz wird es immer geben, da die Implantatmaterialien nie die Reparaturfähigkeit menschlicher Strukturen aufweisen werden.