• Taping: Indikationen und Wirkung © Thieme Verlagsgruppe/Christoph Frick

    Für Tapingverfahren liegen unterschiedliche Indikationen vor. Das Taping bedient sich je nach Indikation entsprechender Wirkmechanismen.

     

Taping: Indikationen und Wirkung

Das Indiktaionsspektrum für die modernen Tapingverfahren umfasst in erster Linie Beschwerden des Bewegungsapparats, erstreckt sich aber auch auf andere Indikationen. Beim Aku-Taping wird analog zur Akupunktur primär nicht von Indikationen, sondern von Wirkrichtungen gesprochen.

Wirkmechanismen moderner Tapingverfahren

  • Wirkmechanismen nach Kenzo Kase

-Stärkung relativ zu schwacher Muskeln, Korrektur muskulärer Dysbalancen,

-Verbesserung der Blut- und Lymphzirkulation/Entstauung,

-Schmerzhemmung durch Aktivierung schmerzhemmender Mechanismen,

-Reposition subluxierter Gelenke über Normalisierung abnormer Muskelspannung

  • Weiterer Wirkmechanismus nach Murray und Husk:

-Zunahme propriozeptiver Afferenzen über Stimulation der Mechanorezeptoren.

Als weiterer interessanter Aspekt ist festzustellen, dass die Tapes im Bereich der Muskulatur i.d.R. im Verlauf der Faszienstrukturen geklebt werden. Das fasziale Sytem des Körpers ist nach den Erkenntnissen der manuellen Medizin von entscheidender Bedeutung, da es in vielen Fällen auch die Spannungsregulation der Muskulatur mit beeinflusst. Durch den leichten ständigen Zug des aufgebrachten Tapes kommt es im Muskelbereich zu einer Entspannung des faszialen Sytems. Es wäre daher denkbar, dass dieses auch regulierend auf die darunterliegende Muskulatur wirkt.

Quelle: L. Fischer, E.T. Peuker: Lehrbuch integrative Schmerztherapie. Stuttgart. Haug Verlag. 2011. S. 306

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