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Gastrointestinale Fehlbildungen und Erkrankungen des Neugeborenen – Teil 1

Der Artikel gibt einen Überblick über kinderchirurgische Aspekte angeborener und erworbener Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Für den Kliniker sind die pränatale Verdachtsdiagnose sowie Kenntnisse der postnatalen Leitsymptome essenziell. In diesen Fortbildungsbeitrag flossen zusammenfassende Darstellungen der letzten Jahre ebenso wie klinisch besonders relevante Sachverhalte ein.

Der pränatale Ultraschall erlaubt die Erkennung von ca. 60 % der Fehlbildungen des Gastrointestinaltrakts (GIT). Atresien (griechisch atrelos, ohne Öffnung oder Lumen) sind durch einen angeborenen Verschluss oder eine hochgradige Einengung des Darmlumens gekennzeichnet. Die Entscheidungsfindung und fundierte Information der Eltern sollte interdisziplinär erfolgen. Berücksichtigt werden ethische Aspekte und die Risiken einer intrauterinen Gefährdung, die gegenüber einer zu frühen Geburt zu gewichten sind.

Gastrointestinale Fehlbildungen sind per se mit der Austragung eines Kindes vereinbar. Pränatale Eingriffe zur Behandlung von gastrointestinalen Fehlbildungen sind nicht etabliert. Eltern befürchten häufig eine spätere Einschränkung der Lernleistung sowie des Konzentrations- und Gedächtnisvermögens als Folge von Narkose und Operation. Hier sollte das Gespräch mit dem Kinderanästhesisten gesucht werden. Regionalanästhesiologische Verfahren stehen weniger in der Kritik (Spinal- oder Kaudalanästhesie). Diese haben sich in den letzten Jahren bei der Leistenherniotomie durchgesetzt.

Das Neugeborene beginnt bereits vor der Geburt zu schlucken. Röntgenologisch findet man nach 3 Stunden eine Luftfüllung des gesamten Dünndarms und nach 8 – 9 Stunden des Colon sigmoideum. Zur Röntgenbeurteilung der Darmluftverteilung nach der Geburt wird eine Latenzzeit von einigen Stunden abgewartet. Reife Neugeborene setzen innerhalb von 24 Stunden nach Geburt erstmalig Mekonium ab. Frühgeborene und insbesondere entwicklungsverzögerte Kinder (small for gestational age) tragen bei Vorliegen einer Mekoniumretention ein hohes Risiko für gastrointestinale Komplikationen. Eine rechtzeitige Erkennung eines verzögerten Mekoniumabgangs eröffnet die Möglichkeit einer frühzeitigen Behandlung. Opioide können die Mekoniumausscheidung iatrogen verzögern.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Gastrointestinale Fehlbildungen und Erkrankungen des Neugeborenen – Teil 1

Aus der Zeitschrift: Neonatologie Scan 01/2019

 

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