• Rationale Diagnostik in der Kindergastroenterologie

    MRCP: erweiterter Ductus pancreaticus bei chronischer Pankreatitis.

     

Rationale Diagnostik in der Kindergastroenterologie

Vom Symptom zur Diagnose – ein spannendes Thema in der Kindergastroenterologie. Da Kinder ihre Symptome meist nicht selbst oder nicht genau beschreiben können, ist es wichtig, dass Ärzte die häufigsten Symptome in den verschiedenen Altersgruppen kennen. So können sie einen sinnvollen differenzialdiagnostischen Weg entwickeln, auch um unnötige Untersuchungen zu vermeiden. Der Beitrag zeigt neben häufigen auch seltenere, in der Differenzialdiagnostik jedoch wichtige Erkrankungen.

Grundsätzlich lässt sich die Kindergastroenterologie in verschiedene Organerkrankungen unterteilen, nämlich in Erkrankungen des Intestinaltrakts, des Pankreas, der Leber und der ableitenden Gallenwege. Im Folgenden wird ein rationaler diagnostischer Weg für verschiedene relevante klinische Fragestellungen aufgezeigt. Dabei orientiert sich der Beitrag an der klinischen Symptomatik innerhalb der Organsysteme mit teils altersgebundenen Differenzialdiagnosen. Der Fokus liegt dabei auf den häufigen klinischen Fragestellungen bzw. den wichtigen Differenzialdiagnosen, insbesondere bei chronischen Erkrankungen und Problemen. Die Empfehlungen stützen sich auf Leitlinien, u. a. der ESPGHAN (European Society of Pediatric Gastroenterology, Hepatology and Nutrition), aktuellen Reviews zu den einzelnen Themenbereichen und meiner persönlichen Erfahrung.

Erkrankungen des Intestinaltrakts bei Säuglingen und Kleinkindern mit unspezifischen Symptomen

Das Krankheitsspektrum, das zu gastrointestinalen Symptomen (ggf. auch vermeintlich gastrointestinalen Symptomen) im Kindesalter führt, ist sehr vielgestaltig, teils altersgebunden und beschränkt sich nicht nur auf den reinen Gastrointestinaltrakt.

In den ersten Lebensjahren können Kinder naturgemäß ihre Symptome nicht selbst beschreiben. Auch Kleinkinder und junge Schulkinder sind nicht in der Lage, zwischen emotionalem und physischem Stress zu unterscheiden. Der Behandler muss daher basierend auf den Schilderungen und Interpretationen der Eltern oder Betreuungspersonen und seinem eigenen klinischen Urteil eine Entscheidung bzgl. der sinnvollen Diagnostik treffen. Bei dieser Beurteilung ist daher die Einschätzung der anamnestischen Angaben im Kontext der familiären Situation neben der klinischen Untersuchung von großer Bedeutung. Ein effizientes Management basiert auf einer vertrauensvollen therapeutischen Allianz mit den Eltern. Die folgenden klinischen Symptome führen fast immer zur elterlichen Verunsicherung und damit zu Arztvorstellungen und sind bei sonst gesunden Kindern ohne Gedeihprobleme in der Regel funktioneller Natur:

  • Regurgitation
  • Cyclic Vomiting Syndrome
  • Kolik
  • funktionelle Diarrhö (Toddler-Syndrom)
  • funktionelle Obstipation

Die Verdachtsdiagnose funktioneller Probleme liegt bei bestimmten anamnestischen Voraussetzungen, einem klinisch unauffälligem Untersuchungsbefund und gutem Gedeihen und Entwicklung zwar nahe, kann allerdings erst gestellt werden, wenn die Symptome nach sorgfältiger Evaluation keiner anderen Erkrankung zugeordnet werden können.

In ist die Altersgebundenheit, die teils hohe Prävalenz und der Outcome der verschiedenen Symptome dargestellt.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Rationale Diagnostik in der Kindergastroenterologie

Aus der Zeitschrift: Pädiatrie up2date 01/2017

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