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Spezifische Immuntherapie im Kindesalter – Praktische Durchführung

Allergische Erkrankungen stellen das häufigste Gesundheitsproblem im Kindes- und Jugendalter dar und können für betroffene Kinder sowie deren Familien zu erheblichen Beeinträchtigungen im alltäglichen Leben führen. Nach den Ergebnissen der ersten Folgebefragung der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS-Welle 1 von 2009 – 2012) ergaben sich Lebenszeitprävalenzen von 12,6 % (11,8 – 13,58) für allergische Rhinokonjunktivitis (ARC) und 6,3 % (5,7 – 6,9) für Asthma bronchiale. Andere Autoren sprechen von höheren Zahlen, besonders für die ARC zwischen 10 und 30 %, insbesondere bei Jugendlichen.

Insgesamt wird von einer zunehmenden Prävalenz ausgegangen. Die direkten Kosten und die indirekten Folgekosten belasten das Gesundheitssystem immens. Jede zehnte Krankschreibung in Deutschland wird einem allergischen Krankheitsbild zugeordnet.

Die spezifische Immuntherapie (SIT; Synonyme: Allergen-Immuntherapie [ASIT], Desensibilisierung, Hyposensibilisierung, Allergieimpfung) gehört neben Allergenkarenz und Pharmakotherapie zu den drei Säulen der antiallergischen Therapie. Sie stellt hierbei die einzige kausale Therapie von IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen dar. Bei Kindern und Jugendlichen ist die SIT besonders erfolgversprechend. Über mehrere Jahre betrachtet ist sie im Vergleich zur Pharmakotherapie auch deutlich kosteneffektiver. Entscheidend für den Therapieerfolg ist neben einer korrekten Indikationsstellung die Compliance der Patienten, dies setzt eine gute Aufklärung voraus.

Der folgende Beitrag gibt eine kurze theoretische Einführung sowie einen Überblick über die praktische Durchführung und die Nebenwirkungen der Therapie. Anschließend wird versucht, anhand von Fallbeispielen die Indikationen und Kontraindikationen genauer darzustellen.

Grundlagen

Die SIT ist eine immunmodulierende Therapie. Da es sich im Folgenden um einen praxisorientierten Beitrag handeln soll, wird für die detaillierte Darstellung der immunologischen Vorgänge auf die weiterführende Literatur verwiesen.

Zusammenfassend werden bei der SIT Allergenextrakte als Molekülmischungen entweder über die Subkutis (subkutane Immuntherapie, SCIT) oder über die Schleimhaut (sublinguale Immuntherapie, SLIT) dem Immunsystem präsentiert. In Studien werden auch andere Applikationsorte (nasal, bronchial, direkt in Lymphknoten, intradermal) untersucht, in der Praxis werden derzeit bisher nur SLIT und SCIT angewendet. Die Allergenextrakte finden sich nach Applikation in den lokalen Lymphknoten wieder.

S. Müller-Stöver

Lesen Sie den gesamten Beitrag: Spezifische Immuntherapie im Kindesalter – Praktische Durchführung

Aus der Zeitschrift Pädiatrie up2date 03/2016

 

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