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Personalsituation auf neonatologischen und pädiatrischen Intensivstationen – eine europaweite Umfrage

In den vergangenen Jahren zeichnet sich ein zunehmender Fachkräfte- und Pflegemangel im Gesundheitswesen der Bundesrepublik Deutschland ab. Insbesondere im hochspezialisierten Bereich der neonatologischen und pädiatrischen Intensivmedizin kann dies zu Versorgungsengpässen führen. Wir führten eine Umfrage zur Erfassung der Personalsituation auf 583 neonatologischen und pädiatrischen Intensivstationen in Europa durch.

Die Perinatalmedizin und pädiatrische Intensivmedizin stellen aufgrund der Vielfalt aber auch der Besonderheiten der neonatologischen und pädiatrischen Krankheitsbilder sowie des breiten Behandlungsspektrums von Frühgeborenen mit wenigen hundert Gramm Geburtsgewicht bis zum fast erwachsenen Patienten hohe Anforderungen an die Struktur und Ausstattung der Intensivstationen. Dies betrifft v. a. auch die Qualifikation und Kompetenz des pflegerischen und ärztlichen Personals.

Es gibt Studien, die belegen, dass der Pflegeschlüssel und die pro Patienten verfügbaren Pflegestunden mit dem Behandlungserfolg korrelieren. Dies ist im Erwachsenenbereich sowohl für Normalstationen als auch für Intensivstationen untersucht. Aber auch für die intensivmedizinische Betreuung kinderkardiochirurgischer Patienten gibt es Daten, dass ein höherer Anteil an Pflegepersonal und mehr Pflegestunden pro Patient die Rate an fehlgeschlagenen Extubationsversuchen nach herzchirurgischen Eingriffen reduzieren können. In der Neonatologie wurde gezeigt, dass eine hohe Arbeitsbelastung der Pflegekräfte mit einer Vernachlässigung der Patientenpflege und ein höheres Verhältnis von Pflegekräften je Patienten mit einem geringeren Risiko für ein schlechtes Outcome bei extrem Frühgeborenen assoziiert sind.

Um dem entgegen zu wirken, verabschiedete in Deutschland der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) Richtlinien unter anderem für die Neonatologie und Kinderherzchirurgie, die die strukturellen, organisatorischen, personellen und fachlichen Anforderungen an die Versorgung der jeweiligen Patientengruppe vorgeben. Eine G-BA Richtlinie dediziert für die pädiatrische Intensivmedizin gibt es zum aktuellen Zeitpunkt nicht. Neben den erwähnten G-BA Richtlinien gibt es zudem von verschiedenen Fachgesellschaften und Experten Leitlinien, die ebenfalls zur Qualitätssicherung auf den Intensivstationen beitragen sollen.

In Bezug auf die bestehenden Richt- und Leitlinien konnten die Kollegen Warncke et al. im deutschsprachigen Raum bereits strukturelle und organisatorische Defizite auf pädiatrischen Intensivstationen feststellen. Das Ziel dieser vorliegenden Untersuchung war es nun, insbesondere die personellen Begebenheiten sowohl auf neonatologischen als auch auf pädiatrischen Intensivstationen in mehreren europäischen Ländern zu erfassen und die Situation in deutschen Kliniken mit den Verhältnissen im europäischen Ausland zu vergleichen.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Personalsituation auf neonatologischen und pädiatrischen Intensivstationen – eine europaweite Umfrage

Aus der Zeitschrift: Klinische Pädiatrie 05/2019

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