• Pflege beschäftigt sich damit, die Erfahrungen, welche Menschen in Zusammenhang mit Gesundheit und Krankheit machen, zu verstehen. Meleis (Bild: biloba, photocase)

     

Experten im Dienst

Wie soll sich die Ausbildung von Pflegekräften in Zukunft darstellen? Über welche Qualifikationen sollen die Experten in der Pflege verfügen und wie sollen sie dieses Wissen erlangen? Autorin Uta Gaidys, Leiterin des Masterstudiengangs Pflege an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg, beschreibt, wie die Bildungsgänge in der pflegerischen Aus- und Weiterbildung nach wissenschaftstheoretischen und bildungsstrukturellen Gesichtspunkten eingeordnet werden sollten.

Anfang 2013 erschien in der Zeitschrift „PflegenIntensiv“ der Beitrag „Experten in der Warteschleife“, der über einen Ausbildungsweg der Intensive Care Practitioner berichtet und den Stand der durchaus kritischen Diskussion zu diesem Bildungsweg abgebildet hat.

Die Diskussion über die Entwicklung der pflegerischen Bildung ist allerdings nicht neu, sie wird seit der nunmehr vor 20 Jahren erschienenen Denkschrift „Pflege braucht Eliten“ der Robert Bosch Stiftung facettenreich geführt. Seit diesem Zeitpunkt wurde die Akademisierung der Pflege sowohl als Forderung an bildungspolitische Strukturen als auch als Aufgabe der Berufsgruppe formuliert.

Neu indes ist, dass über die Ausgestaltung von hochschulischer Bildung für die patientennahe pflegerische Versorgung debattiert wird. In der 1990er- und 2000er- Jahren bewegte sich die Diskussion auf den Gebieten der Pflegepädagogik und des Pflegemanagements, in Bereichen also, in denen Akademiker bekannt waren – denn dass Pädagogen und Manager Akademiker sein sollten, konnte gemeinhin verstanden werden. Heute berührt die Akademisierung der patientennahen pflegerischen Versorgung vielfältige berufspolitische, inhaltliche, rechtliche, wissenschaftliche und strukturelle Grenzen. Dies kann nicht jedem gefallen. Konsequenterweise ist diese Diskussion kontrovers, unübersichtlich, aufreibend – und doch lohnend.

Begonnen hat dieser Auseinandersetzungsprozess mit dem Eingang der grundständigen Ausbildung in Form von dualen Studiengängen in akademische Strukturen. Hier wird der Versuch unternommen, den Erwerb von Kompetenzen für eine klientennahe Versorgung auf eine pflegewissenschaftliche Grundlage zu stellen. Mit der Etablierung dieser Pflegestudiengänge wird die Ausbildung kooperativ an Pflegeschulen, Praxisorten und Hochschulen durchgeführt. Damit vollzieht die Pflege den strukturellen Übergang in das Bildungssystem mit den entsprechenden akademischen Abschlüssen. Mittlerweile sind Bachelorabsolventen dieser Studiengänge in der pflegerischen Praxis tätig.

 

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