• Schon durch aufmerksames Lesen der Etiketten auf Ampullen und Spritzenbei der Vorbereitung und Applikation, und durch sorgfältiges Beschriften können Fehler vermieden werden.

     

Medikamentenverwechslung ausgeschlossen?!

Fehler können immer und überall passieren, das gilt natürlich auch für den Bereich der Anästhesie und der Intensivstation, wo Fehler bei der Medikation durchaus häufig auftreten. Aber wie kommt es dazu? Welche Maßnahmen helfen, Fehler zu verhindern? Und wie geht man professionell damit um, falls doch mal ein Fehler aufgetreten ist?

Fehler kommen bei der Vorbereitung und der Applikation von Medikamenten im OP und auf der Intensivstation häufig vor. Durch die Umsetzung von evidenzbasierten Maßnahmen lässt sich die Zahl der Fehler reduzieren. Zu diesen Maßnahmen zählen: das aufmerksame Lesen der Etiketten auf den Ampullen und Spritzen bei der Vorbereitung und Applikation, die standardisierte Verwendung eines Etikettierungssystems, die grundsätzliche Beschriftung von Spritzen, eine klare Ordnung in den Bereichen, in denen die Medikamente gelagert werden, die Kontrolle durch eine zweite Person oder durch ein technisches Hilfsmittel und die systematische Erfassung und Auswertung von Fehlern. Im Rahmen einer modernen und lernenden Fehlerkultur sollte jeder Fehler systematisch analysiert und als Chance zu einer Verbesserung gesehen werden. Alle Berufsgruppen sollten vorhandene Critical Incident Reporting Systems (CIRS) nutzen und gemeinsam Konsequenzen aus diesen Systemen ableiten.

Einführung

Wenn man sich dem Thema Medikationsfehler im OP und auf der Intensivstation nähert, begegnen einem häufig folgende Mythen über Fehler (nach Bob Feroli: Anatomyof a medication error):

  • Mitarbeiter im Gesundheitswesen sind perfekt und machen keine Fehler.
  • Wenn wir uns sehr stark anstrengen, machen wir keine Fehler.
  • Wenn Mitarbeiter nach einem Fehler bestraft werden, machen sie weniger Fehler.

Der folgende Beitrag soll einen Überblick darüber geben, wie es zu Fehlern und Verwechslungen bei der Applikation von Medikamenten kommt, mit welchen Maßnahmen man versuchen kann, Fehler zuverhindern, und welche Möglichkeiten es gibt, falls doch mal ein Fehler aufgetreten ist, mit diesem professionell umzugehen. Der erste Reflex nach Auftreten eines Fehlers ist meist die Frage: „Wer hat Schuld?“ Eine offene und lernende Sicherheitskultur jedoch zeichnet sich dadurch aus, dass die Frage „Was hat Schuld?“ einem Fehler zugrunde gelegt wird.

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