• Pflegefachkräfte sind dringend gesucht – immer und überall. Auch in den OPs ist der Fachkräftemangel inzwischen angekommen. (Foto: Paavo Blåfield)

     
  • Die Medical School academia chirurgica in Düsseldorf bildet angehende OP-Fachkräfte aus. (Foto: Paavo Blåfield)

     

Wege aus der Fachkräftefalle

ERFAHRUNGSBERICHT Pflegefachkräfte sind dringend gesucht – immer und überall. Auch in den OPs ist der Fachkräftemangel inzwischen angekommen. Das spüren all diejenigen leidvoll, deren Arbeitsbelastung steigt, weil Stellen nicht besetzt werden können. Kürzere Ausbildungszeiten und neue Berufsbilder sind ein möglicher Weg, um diesem Mangel zu begegnen. Die Medical School academia chirurgica in Düsseldorf bildet angehende OP-Fachkräfte aus.

Wir haben im Jahr 2007 die Medical School academia chirurgica gegründet, um dem fortschreitenden Fachkräftemangel im OP, in der Pflege, aber auch bei den Ärzten, mit neuen Ausbildungskonzepten entgegenzutreten. Damals hatte sich die Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten (OTA) bereits gut etabliert. Diese relativ kurze und kostengünstige Ausbildung besteht seit 1991 und hat dem massiven Fachkräftemangel in der OP-Pflege erfolgreich entgegengewirkt. Statt des klassischen Weges über eine dreijährige Ausbildung mit anschließender zweijähriger Weiterbildung dauert diese Ausbildung insgesamt drei Jahre. Heute arbeiten bundesweit so viele OTA in Krankenhäusern und Ambulanten Zentren, dass manch ein OP ohne sie schließen müsste. OTA besetzen Stellen als OP-Fachkraft, in der Führungsebene der OP-Leitung oder gar im OP-Management. Das zeigt, wie problemlos sich neue Ausbildungswege in bestehende Strukturen integrieren lassen.

Zuspruch und Ablehnung

Bereits im Jahr 2004 entwickelten wir, Alice Hampel und Stephanie Kropsch, gemeinsam mit dem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Prof. Dr. Bernward Ulrich, eine weitere Ausbildung: die Chirurgisch-Technische Assistenz (CTA). Grund war der Fachkräftemangel bei den Chirurgen. Das Konzept basiert auf bereits bekannten Ausbildungen wie dem Physician Assistant, der bereits seit den 1960er-Jahren in den USA erfolgreich ausgebildet wird und in operativen Fachteams tätig ist. Nach nur dreijähriger Ausbildung einem Chirurgen zu assistieren, war in Deutschland ein Novum, das zunächst auf Zuspruch und Ablehnung stieß. Mittlerweile schätzen viele Chefärzte den Einsatz von CTA. Die CTA entlasten die chirurgischen Teams und geben ihnen die Möglichkeit, sich der eigentlichen Aufgabe von Therapie und Diagnostik wieder schwerpunktmäßig zuzuwenden. Nachdem die Ausbildung auf den Weg gebracht war, komplettierte die Medical School ihr Ausbildungsprogramm mit der Anästhesietechnischen Assistenz (ATA). Diese Ausbildung gab es zu diesem Zeitpunkt lediglich im Frankfurter Raum, in Nordrhein-Westfalen war sie nahezu unbekannt. Ziel war, bereits die Auszubildenden darauf vorzubereiten, später im Beruf in interdisziplinären OP-Teams zu arbeiten.

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