• Akteure für die Pflege

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Akteure für die Pflege

Fortlaufend setzen sich die Pflegeverbände für Verbesserungen im pflegerischen Berufsalltag ein. Sie bündeln die Interessen der Pflegenden, erarbeiten Strategien für die Zukunft der Pflege und des Gesundheitswesens und gestalten mit Politikern und anderen Akteuren bessere Arbeitsbedingungen. Wir stellen Ihnen die Entwicklung der Pflegeverbände vor und zeigen auf, wie sich ihre Arbeit auf die Professionalisierung und Qualifizierung der Pflege auswirkt.

Die ARD-Tagesschau berichtete am 23. Januar 2014 über den ersten Deutschen Pflegetag. Am selben Tag ist der gelernte Krankenpfleger Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats e. V. (DPR), zu Gast im ZDF-Morgenmagazin. Das Thema: Unser Beruf als Pflegende, unsere pflegerische Personalausstattung und unsere tägliche Arbeitsbelastung. Die Pflege und ihre pflegerischen Berufsverbände stehen nach einem langen Dornröschenschlaf im Zentrum der öffentlichen Berichterstattung. 

Die Aktivitäten der Verbandsvertreter sind umfangreich: Neben Auftritten im Fernsehen sowie Pressemeldungen und Radiosendungen treffen sie sich mit einflussreichen Politikern und Beamten, beraten sich mit anderen Berufs- und Interessenverbänden, formulieren Programme und Ziele.

Die Kontakte zu Ministern, Staatssekretären und Entscheidern im Gesundheitswesen führen zu Verbesserungen und Veränderungen in unserem Berufsalltag und zu einer Optimierung der Pflegequalität. Sichtbarstes Beispiel sind die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA): Inzwischen werden zwei Nachtwachen auf den onkologischen Normalstationen für Kinder eingesetzt, mehr Kollegen wird eine Fachweiterbildung ermöglicht und auf den Kinderintensivstationen kommt mehr Personal zum Einsatz.

Berufspolitik

Anhand der oben genannten Beispiele wird deutlich, wie wichtig die politische Arbeit der Verbände ist. Denn die Politik gestaltet das öffentliche Leben, hier werden grundlegende Entscheidungen gefällt – auch für unseren Berufsalltag.

Es geht um die Verteilung von Geldern, Personal und Kompetenzen. Da verschiedene Gruppen unterschiedliche Interessen haben, müssen diese immer wieder neu verhandelt werden. Interessengruppen (zum Beispiel Berufsverbände) vertreten die Positionen ihrer Mitglieder und setzen sich für Verbesserungen ein.

Berufsverbände

Als Bundesarbeitsgemeinschaft der Pflegeorganisationen und des Hebammenwesens in Deutschland ist der DPR der stärkste Zusammenschluss auf Bundesebene. Er ist der „Partner der Spitzenorganisationen der Selbstverwaltung und […] hat das Ziel, die Positionen der Pflegeorganisationen zu koordinieren und deren politische Durchsetzung zu steuern“.

Neben der Struktur auf Bundesebene haben sich in vielen Bundesländern Landespflegeräte (LPR) konstituiert. Diese leisten in den Bundesländern wichtige Aufgaben und setzen Verbesserungen durch, wie zum Beispiel die Selbstverwaltung der Pflegenden.

Aus dem DPR ausgetreten sind der Deutsche Berufsverband für Altenpflege e. V. (DBVA, 400 Mitglieder) und der Deutsche Verband der Leitungskräfte von Alten- und Behinderteneinrichtungen e. V. (DVLAB, 700 Mitglieder). Sie vertreten teilweise konträre Meinungen und sind zum Beispiel gegen eine Verkammerung oder eine Veränderung der Ausbildung.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa, 8000 Unternehmen sind Mitglieder) ist als Arbeitgeberverband kein Mitglied des DPR. Im Jahr 2009 hat der bpa mit anderen privaten Pflegeunternehmen den Arbeitgeberverband Pflege (AGVP, 30 Mitglieder) gegründet.
Daneben existieren weitere Arbeitgeberverbände oder kleinere, regionale Pflegeverbände.
Alle Verbände bieten ihren Mitgliedern verschiedene Leistungen an, zum Beispiel regelmäßig erscheinende Fachzeitschriften und Informationen, Weiterbildungsangebote und verschiedene Vergünstigungen.

 

Lesen Sie den gesamten Artikel Akteure für die Pflege.

Aus der Zeitschrift Psych.Pflege Heute 4/2015

 

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