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Die praktische Prüfung in der Psychiatrie

Beim praktischen Examen in der Psychiatrie liegt der Fokus häufig auf der Körperpflege. Doch ist das tatsächlich noch zeitgemäß und pädagogisch sinnvoll? Unser Autor zeigt Alternativen auf und schildert, wie die praktische Prüfung an seiner Schule gestaltet wird – dabei dürfen auch schon mal Waffeln gebacken werden.

Im Jahre 2002 kam ich neu als Schulleitung an die Krankenpflegeschule einer psychiatrischen Einrichtung in Rheinland-Pfalz. Es war damals – und in großen Teilen sicher auch heute noch – üblich, die praktische Prüfung in der Krankenpflegeausbildung im Bereich der Inneren Medizin oder der Chirurgie abzunehmen. Nicht nur in Rheinland-Pfalz wurde ein Großteil der Prüfungszeit der Körperpflege gewidmet. Immer wieder hörte ich die Begründung, dass man dabei sehr gut den Umgang und die Kommunikation mit dem Patienten beurteilen könne. Für mich, damals wie heute, Grundsätzliches in der Betreuung psychisch Kranker. Ich stellte mir die Frage, ob nicht auch eine adäquate praktische Krankenpflegeprüfung in der Psychiatrie stattfinden könne. Das Gesetz aus dem Jahre 2003 benannte explizit die Psychiatrie als Möglichkeit, Fachgebiet für die praktische Prüfung zu sein: „Der Prüfling übernimmt in dem Fachgebiet seines Differenzierungsbereichs nach Anlage 1 Buchstabe B, in dem er zur Zeit der Prüfung an der praktischen Ausbildung teilnimmt, alle anfallenden Aufgaben einer prozessorientierten Pflege einschließlich der Dokumentation und Übergabe. In einem Prüfungsgespräch hat der Prüfling sein Pflegehandeln zu erläutern und zu begründen sowie die Prüfungssituation zu reflektieren.“ Die Differenzierungsbereiche werden definiert als „stationäre Pflege in den Fächern Innere Medizin, Chirurgie, Psychiatrie“.

Die oben genannte Frage kann also aus rechtlicher Sicht eindeutig mit „Ja“ beantwortet werden. Es ist meinem Kenntnisstand nach bisher nicht untersucht worden, wie stark diese Möglichkeit tatsächlich in Betracht gezogen wird. Eine Veröffentlichung in der jüngeren Zeit und verschiedene Chats in Internetboards für Pflegende deuten darauf hin. Ich selbst habe mich bei Fachdiskussionen mit Kolleginnen und Kollegen eher als Exot gefühlt, wenn ich von dieser Möglichkeit sprach. Der weitere Verlauf des Artikels basiert auf meiner über zehnjährigen Erfahrung mit dem praktischen Examen in der Psychiatrie. Der Vorlauf zu der ersten Prüfung dauerte gut ein Jahr. Das Konzept erarbeitete eine Arbeitsgruppe, bestehend aus einem sehr erfahrenen Fachpflegenden und Praxisanleiter, einer Stations- beziehungsweise Bereichsleitung, der Pflegedirektorin (unter anderem auch Fachpflegekraft) und mir als Pädagogen.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Die praktische Prüfung in der Psychiatrie

Aus der Zeitschrift: PPH 01/2019

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