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Einarbeitung mit Struktur

Das Handlungsspektrum von Notaufnahmeabteilungen erstreckt sich von der Behandlung schwerverletzter und schwerstkranker Patienten bis hin zur Behandlung von Patienten, die von ihrem Hausarzt oder dem hausärztlichen Notdienst behandelt werden könnten.

Dabei erhoffen sich der Notfallpatient sowie dessen An- und Zugehörige in erster Linie die Linderung der akuten Beschwerden, eine zügige und zielsichere Diagnose sowie eine rasche und kompetente Therapie. Ziel muss es sein, trotz der in den letzten Jahren kontinuierlich steigenden Patientenzahlen in Notaufnahmeabteilungen keinen schwerstkranken Patienten zu übersehenn. Daher sollten alle Patienten in Zentralen Notaufnahmen (ZNA) ersteingeschätzt werden. Diese Ersteinschätzung sollte von geschulten Mitarbeitern des Pflegedienstes durchgeführt werden. Doch erstreckt sich das Handlungsfeld von Pflegenden in der Notaufnahme auf einen weitaus größeren Tätigkeitsbereich, dazu gehören die Linderung/Unterstützung bei der Heilung der subjektiven Beschwerden von Patienten und das Erkennen ihrer Bedürfnisse. Hinzu kommen die pflegerische Versorgung und die Betreuung von Angehörigen, das Einleiten/Interpretieren diagnostischer Maßnahmen und der Beginn der indizierten Therapie zur Sicherstellung der Behandlungsqualität. Dies ist insbesondere für neue Kollegen ohne Berufserfahrung eine anspruchsvolle Aufgabe, da sie hierfür in ihrer Ausbildung nicht vorbereitet werden. In der Ausbildungsrichtlinie für „Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege“ in Nordrhein-Westfalen sind beispielsweise nur einzelne Unterrichtsstunden hinterlegt, die Pflegende auf die Tätigkeit in einer Zentralen Notaufnahme vorbereiten.

Daher ist es eine unumgängliche Aufgabe der Führungskräfte und Praxisanleiter von Notaufnahmen, neue Kollegen strukturiert und umfassend auf ihr neues Aufgabengebiet vorzubereiten. Die Einarbeitung ist auf ihre Wirksamkeit hin zu evaluieren, und auch nach der geplanten Einarbeitung sind weitere Fortbildungsangebote zu ermöglichen, um eine kontinuierliche Steigerung der pflegerischen Kompetenzen bzw. des Wissensstands zu gewährleisten. Mit dem Ziel einer kontinuierlichen und hohen Pflegequalität trotz teilweise geringer Berufserfahrung bei neuen Kollegen wurde in der ZNA der Uniklinik Köln ein neues Einarbeitungskonzept entwickelt.

Die Notaufnahme der Uniklinik Köln

Die Zentrale Notaufnahme der Uniklinik Köln (UKK) versorgt jährlich ca. 45.000 Menschen und hat rund 60.500 Patientenkontakte im Jahr. Als Haus der Maximalversorgung ist die UKK Bestandteil des Traumanetzwerks Region Köln als überregionales Traumazentrum und Bestandteil des Kölner Infarktmodells (KIM) mit einer angebundenen zertifizierten Chest Pain Unit. In der Notaufnahme (Info) werden alle instabilen oder polytraumatisierten Patienten interprofessionell betreut. Die Notaufnahme wird ärztlicherseits durch die Klinik für Innere Medizin II (Nephrologie, Rheumatologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin Uniklinik Köln) geführt. Die Ersteinschätzung von Patienten geschieht mittels Manchester-Triage-System.

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Aus der Zeitschrift: intensiv 01/2019

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