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Generation Z - beim Arbeiten leben

Die Generation Z hat eine andere Einstellung zum Beruf als ihre Vorgänger – Freizeit ist ihr wichtiger als Karriere. Prof. Scholz und Prof. Schmidt haben sich eingehend mit der Spezies beschäftigt und beschrieben, was auf uns zukommt.

Als sich das 20. Jahrhundert seinem Ende näherte, diskutierten Menschen ernsthaft über eine drohende Krise in der Computerwelt: Der Jahreszahlenwechsel von „1999“ auf „2000“ könnte in wichtigen Programmen zu schwerwiegenden Fehlern führen – Zusammenbrüche von Betriebssystemen, Banken, Flugzeugabstürze und sogar die Explosion von Atomwaffen geisterten als Schreckszenarien durch die Medien. 

Nichts von alldem passierte. Im Gegenteil: Wer zu dieser Zeit zur Welt kam, also etwa ab 1995, wurde in einen Siegeszug des digitalen Kosmos hineingeboren. Nach Google (1998) entstanden 2001 Wikipedia, Facebook 2004 und YouTube 2005. Die sozialen Netzwerke im Internet und alle Formen der digitalen Kommunikation sogen diese Kinder mit der Muttermilch auf. Jetzt werden sie erwachsen und drängen langsam, nach Generation X und Y, als Generation Z auf den Arbeitsmarkt.

Allerdings: Junge Pflegende hat es immer gegeben. Müssen sich die Pflegedienstleitungen um diese Generation also überhaupt einen Kopf machen? Ja, sagt Prof. Christian Scholz, Autor des Buches „Generation Z“ und Lehrstuhlinhaber für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Organisation, Personal- und Informationsmanagement an der Universität des Saarlands. „Sie sollten zumindest nicht unterschätzen, dass die junge Generation andere Einstellungen zu Arbeit und Beruf entwickelt hat als ihre Vorgängergenerationen.“

Ein wichtiges Merkmal: Wenn der vorangehenden Generation Y nachgesagt wird, dass ihre emotionale Bindung und Loyalität zum Arbeitgeber geringer geworden sei, dann ist diese bei der Generation Z überhaupt nicht mehr vorhanden. Kurzfristige Kündigungen sind für sie kein Problem, selbst wenn sie Kollegen und Klinik damit in Schwierigkeiten bringen. Auf ihre Loyalität sollten Arbeitgeber nicht bauen – sie arbeiten im Krankenhaus und nicht für das Krankenhaus. Schließlich sind sie Realisten und haben gut beobachtet, wie wenig loyal sich Unternehmen gegenüber ihren Mitarbeitern verhalten, wenn es hart auf hart kommt. Dass sie den Trumpf der demografischen Entwicklung in der Hand halten, wissen sie nur zu genau. Früh hat man ihnen beigebracht, dass sie selten und eine umworbene Zielgruppe sind.

Das zweite besondere Merkmal: Freizeit ist der Generation Z wichtiger als Karriere. „Sie gehen zum Tanzkurs, zum Kochkurs und ins Fitness-Studio“, sagt Prof. Scholz. „Und das Shoppen mit der Freundin um 17:30 Uhr ist eine wichtige Verabredung – die sagt man nicht leichtfertig ab, weil es auf der Arbeit mal wieder länger dauert.“

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Generation Z - beim Arbeiten leben
Aus dem CNE.magazin 04/17


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