• Stationsbesprechungen

    "Ein Regelwächter sorgt für Ruhe. Manche Teams arbeiten mit roten und gelben Karten."

     

Gespräche im Pflegeteam

Urlaubs- und Dienstplanbesprechungen oder alltäglicher Zank – dies können Themen auf Stationsbesprechungen sein. Wie können Stationsleitungen die Aufgaben am besten managen? Antworten gibt der Pflege- und Sozialcoach Markus Classen.  

Herr Classen, was ist für eine Teambesprechung wichtig?
Ausschlaggebend ist es, eine stringente Struktur vorzugeben und für einen fairen und konstruktiven Umgang der Mitarbeiter untereinander zu sorgen. Zur Struktur ­gehört die Häufigkeit und der Ablauf der Treffen sowie die Themenvor- und nachbereitung.

Wie oft sollten Stationsbesprechungen stattfinden?
Regelmäßig wöchentlich, mindestens alle 14 Tage. Die Sitzungen sollten 30 bis 45 Minuten dauern. Die Zeit der Übergabe vom Früh- auf den Spätdienst eignet sich gut, denn dann sind die meisten Mitarbeiter da.

Wie würden Sie die Themen gewichten?
Stehen schwierige Themen an, sollten Sie sie gleich zu Beginn besprechen. Denn sonst schwebt das „Damoklesschwert“ die ganze Zeit über dem Team. Meist wissen ja eh alle bereits, was das brenzlige „Top-Thema“ ist. Bei „normalen“ Sitzungen kommen erst die Themen dran, die schnell und einfach abzuhandeln sind.

Wie kommuniziere ich die Ergebnisse sicher an Mitarbeiter, die nicht da waren?
Visualisieren! Am besten halten Sie die Ergebnisse auf Flipcharts oder einer Magnet­wand im Dienstzimmer fest. Da bleiben sie so lange stehen, bis sie erledigt sind. Und die Kollegen können alles nach­lesen. In einem Patenschaftssystem benennen Sie einen der Anwesenden zum ­„Kommunikations-Paten“, der die Kollegen informiert, die nicht da waren. Eine Info-Wand eignet sich hervorragend, um die Themen für die nächste Besprechung zu planen. Darauf können die Leitung und das Team bereits unter der ­Woche wichtige Tagesordnungspunkte notieren. Ein „Visualisierungs-Pate“ ist verantwortlich für die Info-Wand. Er sorgt dafür, dass Stifte und Papier da sind. Gleichzeitig verwaltet er die Tagesordnung während der Besprechung, setzt Termine, hakt Punkte ab und notiert die Ergebnisse. Ergänzend können die Aufzeichnungen abfotografiert, ausgedruckt und in einem Ordner gesammelt werden.

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