• MRGN auf dem Vormarsch

    Um eine Ausbreitung des Erregers zu verhindern, müssen alle, die das Klinikzimmer eines betroffenen Patienten betreten, Mundschutz, Handschuhe und Schutzkittel anziehen.

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MRGN auf dem Vormarsch

Neben den bekannten grampositiven Erregern entwickeln nun die gramnegativen zunehmend Antibiotikaresistenzen. Was es mit den multiresistenten gramnegativen Stäbchen (MRGN) auf sich hat, erklärt Hygiene-Experte Bernd Gruber.

Herr Gruber, was macht die MRGN so gefährlich?
Zu den bekannten multiresistenten Keimen zählten bisher Stämme grampositiver Erreger wie zum Beispiel „Vancomycinresistente Enterokokken“ (VRE) oder der „Methicillinresistente Staphylococcus aureus“ (MRSA). Nun sind aber auch die multiresistenten gramnegativen Stäbchen (MRGN) als Erreger von nosokomialen Infektionen auf dem Vormarsch. Sie verursachen eine höhere Morbidität und Mortalität als eine Infektion mit grampositiven Erregern. Sie sind resistent gegen die Leitsubstanzen aus den vier wichtigsten Antibiotikagruppen, die bei schweren Infektionen zum Einsatz kommen: Acylaminopenicilline, Cephalosporine, Carbapeneme und Chinolone. Die dazugehörigen Antibiotika heißen: Piperacillin, Cefotaxim, Imipenem und Ciprofloxacin. Sind Erreger gegen mindestens drei der Antibiotikaklassen resistent, werden sie als multiresistent bezeichnet. Die Einteilung erfolgt dann in 3MRGN. Haben sie eine Resistenz gegen alle vier Antibiotikagruppen – in 4MRGN.

Lesen Sie hier das ganze Interview mit dem Hygiene-Experten Bernd Gruber MRGN auf dem Vormarsch

 

 

 

 

 

 

 

 

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