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Normalität ist enorm wichtig

Max Leutner, 63, ist seit 2001 Schulleiter der Staatlichen Schule für Kranke am Universitätsklinikum Tübingen. Der studierte Sonderpädagoge gibt im Interview einen Einblick in seinen Arbeitsalltag, berichtet über das Zusammenwirken von Schule und Klinik und die besondere Herausforderung, Schüler in Krankheitsphasen zu unterrichten.


▬▬  Herr Leutner, unterrichten Sie als Rektor noch selbst? Ja. In meiner Anfangszeit habe ich an allen Schulstellen unterrichtet, um einen Einblick zu bekommen. Wir haben uns in einen somatischen und einen psychiatrischen Zuständigkeitsbereich aufgeteilt. Es gibt ja keine Ausbildung zum Klinikschullehrer, aber da wir uns als Vermittler zwischen Medizin und Schule verstehen, müssen wir Sachkenntnis über die medizinischen Vorgänge haben. Das kann für Psychiatrie und Somatik nicht eine Person machen, darum die Trennung. Mein Konrektor leitet den somatischen und ich den psychiatrischen Bereich. Dort unterrichte ich jetzt noch.

▬▬  Welche Kinder bekommen Unterricht in der Klink?
Kinder und Jugendliche, die für längere Zeit oder immer wieder im Krankenhaus sind. Die Schüler in der Psychiatrie und Psychosomatik sind während ihrer Therapie meist permanent anwesend, in der Somatik kommen viele Schüler nur zeitweise. Das sind Patienten mit rheumatologischen oder onkologischen Erkrankungen, die immer wieder behandelt werden, oder Kinder mit chronischen Magen-Darm oder Herzerkrankungen, die unregelmäßig kommen. Andere Kinder sind mehrmals die Woche für ein paar Stunden anwesend, z. B. an der Dialyse. Da schauen unsere Kollegen auch mal nur vorbei und fragen, wie es an der Stammschule läuft.

▬▬  Ist die Schule für Kranke eine Regel oder eine Sonderschule?
Im baden-württembergischen Schulsystem gehören die Klinikschulen zu den Sonderschulen. Unser Stammkollegium besteht auch aus Sonderschullehrern und Lehrern anderer Schularten, weil wir ja eine Schule für alle Schularten sind. Wir arbeiten mit allen Schulen hier in Tübingen zusammen.


Den vollständigen Beitrag aus der JuKiP können Sie hier lesen       

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