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    Berufsporträts - Erfahren Sie mehr über den Berufsalltag von Kollegen aus verschiedenen Fachbereichen der Pflege.

     

Pflegen viermal anders

Berufsporträts: Was ist ein gestielter Lappen? Worum dreht es sich beim Weaning? Was bedeutet es, wenn ein Patient nicht mitschwingt? Mit zwei Gesichtern hat Schizophrenie genauso viel zu tun wie eine Stumme Schwester mit Sprachlosigkeit. Doch der Terminus in Fachtiefen von unterschiedlichen Spezialisten ist für viele Kollegen fremd. Schwer fällt es ihnen auch, sich den Alltag ihrer Berufsspezies in anderen Fächern vorzustellen. Vier Berufsporträts geben einen Einblick.

Die Fachkraft deckt den Tisch für die folgende Operation. Ihre neue Kollegin, die erst seit drei Wochen im OP arbeitet, öffnet vorsichtig die Umverpackung und reicht der Instrumentierenden steriles Einmalmaterial an. Indes betritt eine OP-Pflegefachkraft aus der Zahn-Mund-Kieferchirurgie  den Saal, stürmt mit eiligen Schritten auf die Neue zu und fragt: „Habt ihr eine Stumme Schwester für uns?“ Die neue Kollegin, die einige Jahre auf einer Station auf dem Buckel hat, weicht zurück,  schaut sie aus weit geöffneten Augen an und stottert: „Ich? Ich nicht – ich bin eine  Labertasche!“ Woher sollte sie nach so einem kurzen OP-Einsatz schon wissen, dass die Stumme Schwester ein höhenverstellbarer Instrumentiertisch ist? In extrem spezialisierten Arbeitsbereichen  sind solche Szenen keine Seltenheit.

Das Team hinter der Schleuse

Den OP-Pflegekräften ist der gestielte Lappen wohlbekannt. Bei dieser OP-Technik decken Operateure einen Defekt mit einem Haut-Gewebe-Lappen, in dessen Ende, eben dem Stiel, die Gefäße belassen werden. Der Lappen wird in den Defekt hinein verschoben oder geschwenkt und  ist dank des Gefäßanschlusses in der Regel gut durchblutet.

Bohrmaschinen, Sägen und Fräsen sind  maximal Hobbyheimwerkern vertraut. Viele Pflegekräfte haben andere Hobbys. Im orthopädischen OP jedoch müssen sie sich mit diesen und mit weiteren Geräten auseinandersetzen. Sie müssen lernen, welche Schrauben für welchen Eingriff geeignet sind, ob dazu ein Klein-, Groß- oder  Minifragment als Instrumentarium passt, welche Grund- und Zusatz-Instrumentensiebe und welche Einmalmaterialien notwendig sind. Sie brauchen eine sorgfältige Einarbeitung, damit sie den Patienten auf dem passenden OP-Tisch korrekt lagern.

Nicht ohne Grund haben OP-Fachpflegekräfte  eine langjährige Ausbildung hinter sich. Normalerweise verfügen sie über eine dreijährige Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger, danach arbeiten sie sich etwa zwei Jahre im OP ein, um eine zweijährige Fachweiterbildung anzuschließen. Nach sieben „Lehrjahren“ sind sie fit. Kein Wunder, dass sie sich über die Jahre die notwendige Fachsprache aneignen und sich für „ihre“ Themen interessieren.

Dagegen steigen Operationstechnische Assistenten in das Spezialgebiet mit ihrer anders ausgerichteten Ausbildung direkter ein.

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