• Selbstfürsorge

     

Geht es Ihnen gut?

Man kann es nicht allen recht machen. Trotz aller Anstrengungen ist es nicht immer möglich, Arbeit, Familie und Selbstfürsorge perfekt auszubalancieren. Wie dabei nicht ausgerechnet die Selbstfürsorge unter den Tisch fällt, lesen Sie hier.

Hand aufs Herz: Wann waren Sie das letzte Mal so richtig faul? Wann haben Sie sich Zeit genommen, stundenlang mit Ihrem Lieblingsbuch im Bett zu liegen? Und wann hatten Sie das letzte Mal ein schlechtes Gewissen à la „Ich sollte unbedingt mehr Sport machen“ oder „Ich kann doch jetzt nicht so egoistisch sein und die Vertretung absagen“? Wenn Ihnen eher die Druckgefühle auf der Brust vertraut sind, das Verschieben der Dinge, die Ihnen eigentlich guttäten – dann ist der folgende Artikel für Sie vielleicht ganz interessant. Und wenn Sie zu den Glückseligen gehören, die das Nichtstun genießen können, dann lesen Sie auf keinen Fall weiter, sondern nutzen die Zeit, um sich etwas Gutes zu tun.

Egoismus versus Altruismus
Viele Menschen kennen das: Man weiß eigentlich genau, was einem guttäte – man kommt nur so selten dazu. Und wenn man sich dann endlich doch mal eine kleine Auszeit gönnt, dann plagt einen das schlechte Gewissen oder das Grübeln über die Belange der Arbeit. Warum fällt es uns so schwer, im Moment sein zu können und die Balance von Egoismus und Altruismus mit Leichtigkeit zu finden? Warum tun sich gerade Menschen in heilenden, therapeutischen und pflegenden Berufen so schwer, für sich selbst zu sorgen? Diese Berufsgruppen sind so achtsam im Geben – und versagen sich oft selbst schon die Erfüllung der eigenen Grundbedürfnisse. Oder trinken Sie zum Beispiel ausreichend Wasser? Nehmen Sie sich schöne, ruhige Pausen im Alltag? Lassen Sie sich täglich verwöhnen?
Pflegen und hegen Sie Ihren Körper mit liebevollen Bemerkungen? Oder gehören auch Sie zu der Spezies, die sich bei jedem Blick in den Spiegel mit Selbstabwertungen belegt wie: „Mensch, ich sollte dringend abnehmen!“. Vielleicht gelingt es Ihnen aber auch, bereits die Form Ihres Nasenrückens oder Ihre Augen mit Begeisterung zu bewundern.

Ja zu sich sagen
Gerade unter Pflegenden finde ich viele Menschen, die es gerne haben, wenn es anderen gut geht, wenn die Arbeit mit Qualität gemacht ist und man es allen recht machen kann. Das ist an sich etwas Feines, doch nur selten ist dabei auch inkludiert, es sich selbst recht zu machen. Im Grunde suchen wir nach einer harmonischen Lösung, die für alle gut ist. Es auszuhalten und angemessen zu bedauern, dass man noch nicht Superwoman ist, scheint manchmal schwerer zu sein, als mit schlechtem Gewissen oder Schuldgefühlen hin und her zu grübeln. Wir brauchen eine Art Ambivalenz-Management. Es also auszuhalten, dass wir trotz aller Mühen langfristig kaum schaffen können, die Belange der Arbeit, Familie und Selbstfürsorge harmonisch und gerecht auszubalancieren.
Viele Menschen in meinen Seminaren sagen, sie könnten nicht nein sagen und möchten dies dringend lernen. Doch aus meiner Sicht stimmt das so nicht ganz, weil sie bereits nein sagen können, und zwar zu sich selbst. Es gilt also zu lernen, auch ein Nein zu einem anderen zu sagen und ein Ja zu sich.

Lesen Sie hier den kompletten Artikel: Selbstfürsorge - Geht es Ihnen gut?

Aus dem CNE.magazin 03/18

Karin Probst Gesunder Egoismus

Beim Deutschen Pflegetag 2019 konnten Sie die Autorin dieses Beitrags, Karin Probst, in einem Partnervortrag des Thieme Verlags erleben. Das Handout zu ihrem Vortrag sowie Übungsmaterialien für den Transfer in die Praxis stehen Ihnen online zur Verfügung.

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