• Akademisierung der Pflege (Bild: Nick Freund, Fotolia)

     

Studienmöglichkeiten in der Pflege

PFLEGESTUDIENGÄNGE: Was vor allem in Nordamerika schon seit über 100 Jahren gang und gäbe ist, hat sich hierzulande erst seit etwa 20 Jahren langsam etabliert: die Akademisierung der Pflege. Mittlerweile gibt es zahlreiche Studiengänge in ganz Deutschland. Welche das sind, erfahren Sie in der großen tabellarischen Übersicht – ebenso wie das gesamte Studienangebot in Österreich und der Schweiz.

Pflegestudiengänge gehören heute zur Normalität in der Studienlandschaft in Deutschland. An vielen Standorten kann Pflege heute in verschiedenen Formen mit diversen Schwerpunktsetzungen auf unterschiedlichem Niveau studiert werden. Das hat unbestreitbar zu einer Akademisierung der Pflege geführt, damit ist allerdings noch keine Professionalisierung erreicht. Denn der überwiegende Teil der bisherigen Studienangebote konzentriert sich auf Lehr, Leitungs- und wissenschaftliche Tätigkeitsfelder, der eigentlichen Pflegearbeit in der unmittelbaren Face-to-Face-Beziehung in den Handlungsfeldern der Pflege wird erst in jüngster Zeit durch die Einrichtung von dualen Studiengängen Rechnung getragen. Damit wird aber paradoxerweise die Entwicklung der Pflegewissenschaft wieder gebremst. In den folgenden Ausführungen werden zunächst knappe historische Entwicklungen aufgezeigt, daran schließen sich dann Überlegungen zum derzeitigen Stand der Studienmöglichkeiten und aktuelle Entwicklungen an. Ein bilanzierender kritischer Ausblick schließt den Beitrag ab.

Historische Entwicklungen
Die Akademisierung der Pflege in Deutschland hat eine vergleichsweise junge Geschichte, anders als in anderen europäischen und vor allem nordamerikanischen Ländern mit zum Teil einhundertjähriger akademischer Tradition in der Pflege haben sich hierzulande erst seit Beginn der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts Studienangebote fest etabliert. Versuche, nach dem Zweiten Weltkrieg Studienmöglichkeiten für Pflegende zu etablieren, sind nicht zuletzt an Widerständen der eigenen Berufsgruppe und der Kirchen gescheitert. Eine Akademisierung des „Frauenberufs“ Pflege erschien vielen als nicht sinnvoll oder nicht möglich. Pflege galt (und gilt auch heute noch für einige unverbesserliche ewig Gestrige) als „Jedermannfähigkeit – genauer Jederfraufähigkeit“, die keiner besonderen und schon gar nicht höheren Qualifikation bedarf. Mit den Veränderungen in allen westlichen Industrieländern (Zunahme älterer und hochaltriger Menschen mit den Phänomenen der Multimorbidität und Chronifizierung von Krankheitsverläufen; Veränderung der Familien- und Lebenssituationen mit mehr Single-Haushalten; vermehrter Einsatz neuer Technologien und Unterstützungssysteme uvm.) nahm und nimmt der Bedarf an qualifizierter Pflege zu, verändern sich Aufgabenverteilungen und entstehen neue Herausforderungen, die mit den üblichen Qualifikationen in der Pflege nicht mehr zu bewältigen sind. Publikationen wie „Pflege braucht Eliten“ von der Robert Bosch Stiftung haben die Diskussionen um die Akademisierung maßgeblich befördert.

 

Hier finden Sie in tabellarischer Übersicht das gesamte Studienangebot in Deutschland, sowie in Österreich und der Schweiz. (Stand: Juli 2013)

Pflegestudiengänge in Deutschland
Pflegestudiengänge in Österreich
Pflegestudiengänge in der Schweiz

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