• Erfahren Sie mehr über die Bildungscluster-Studie Greifswald "Gemeinsames Lernen von Pflege und Medizin". Bild: Kirsten Oborny

     

Teamwork von Anfang an

In Greifswald und Neubrandenburg wird der Grundstein für eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit gelegt: Angehende Pflegende und Mediziner sollen hier gemeinsam lernen.

 

Frau Dr. Dreier, gemeinsam mit Prof. Hoffmann sind Sie die Projektleiterin für die Bildungscluster-Studie Greifswald „Gemeinsames Lernen von Pflege und Medizin“ am Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald. Welche Absicht steckt hinter dem Projekt?

Hintergrund ist die demografische Entwicklung: Die Zahl der alten, hochaltrigen und multimorbiden Patienten steigt. Zugleich kommen nicht genügend Fachkräfte in Pflege und Medizin nach. Die Versorgung muss daher strukturell verändert werden. Dazu gehört eine Reform der Aufgabenfelder von Medizin und Pflege sowie die Neuverteilung der Tätigkeiten. Aus diesem Trend entstehen Aufgaben, für die Fähigkeiten interdisziplinärer Kommunikation und Teamorientierung Wichtig sind. Unserer Ansicht nach müsste das bereits in der Ausbildung geübt werden. Genau an diesem Punkt setzt unser Projekt an, das wir gemeinsam mit dem Fachbereich Gesundheit, Pflege, Management der Hochschule Neubrandenburg (Prof. R.F. Oppermann) durchführen. Wichtig ist uns, den Studenten nicht nur Theorie zu vermitteln. Sie sollen Einblicke in den Arbeitsalltag der jeweils anderen erhalten und praktisch lernen, wie eine gute Zusammenarbeit aussehen kann. Wir beginnen mit einer Gruppe von zehn Teilnehmern: fünf Pflegestudierende der Hochschule Neubrandenburg und fünf Medizinstudenten der Universitätsmedizin Greifswald. Die Pflegestudierenden waren von Anfang an begeistert. Die Mediziner zeigten sich zurückhaltender, was aber an deren eng geplantem Curriculum liegt. Deshalb sollen die Lehrveranstaltungen voll angerechnet werden.

 

Über welchen Zeitraum geht das Projekt?

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat unser „Bildungscluster Medizin/ Pflege“ als eines von vier Siegerprojekten von insgesamt 80 eingereichten Anträgen im Wettbewerb „Allianzen regionaler Partner zur Stärkung und besseren Verzahnung von Bildungsangebot und Arbeitsmarktbedarf“ ausgewählt. Die Förderung geht zwei Jahre von Oktober 2013 bis September 2015. Parallel zu den vier Ausbildungsabschnitten, die die Studenten gemeinsam absolvieren, haben wir eine Strategiegruppe eingerichtet, die unter anderem Vertreter der Arbeitgeber beider Professionen, von Interessenverbänden und Politiker beinhaltet. Eine Aufgabe der Strategiegruppe wird es sein, Stellenbeschreibungen zu entwickeln. Denn die Nachwuchskräfte, die wir hier speziell qualifizieren, sollen auch im Land Mecklenburg-Vorpommern tätig werden und nicht abwandern. Gerade hier ist das ja ein großes Problem.

 

Lesen Sie hier den gesamten Artikel zum Projekt "Gemeinsames Lernen von Pflege und Medizin“

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