• Als Pain Nurse sind Pflegende die Schnittstelle zum ärztlichen Dienst.

     

Was macht eine Pain Nurse?

Schmerzen messen und professionell behandeln – das sind die Kernkompetenzen einer Pain Nurse. Die Pflegende Anja Strobel berichtet davon, wie die Qualifikation ihren Arbeitstag verändert und warum ihr Wissen nicht nur dem Patienten dient.

Auf einer Skala von eins bis zehn – wo ordnen Sie Ihre Schmerzen ein?“, fragt Anja Strobel den ­Patienten Günther Greifgen*. Heute Morgen erhielt er eine konservative Cholezystektomie. Die Pflegende holte ihn vor vier Stunden aus dem Aufwachraum ab. Seither misst sie alle zwei Stunden mit der numerischen Analogskala (NAS) die Intensität seiner Schmerzen. Zusätzlich kontrolliert sie die Vitalzeichen, Atmung und Vigilanz. „Vier“, sagt Herr Greifgen nach kurzem Überlegen. Anja Strobel registriert seine ­angespannte ­Mimik und Körperhaltung. Sie unterstützt ihn dabei, in eine bequemere Seitenlage zu kommen. Dann dokumentiert sie die Aussage des Patienten in den Schmerzerfassungsbogen und überprüft das hauseigene Analgesieschema. Danach hatte der Patient einen Liter Ringer-Acetat mit 5 Gramm Novalgin erhalten. Ab einer Schmerzstärke von vier kann er gemäß dem Schema zusätzlich 7,5mg Dipidolor i.v. ­bekommen. „Viele Patienten neigen dazu, ihre Schmerzen zu verschweigen“, sagt ­Anja Strobel und nennt unterschiedliche Grün­de dafür: Sie fürchten zum Beispiel, „zu starke ­Medikamente“ zu bekommen oder „abhängig zu werden“. Einige denken, dass Schmerzen nach einer Operation „normal“ seien. Anja Strobel kann diese Bedenken gut verstehen, früher hätte sie vielleicht auch so gedacht. Heute ist sie eine von über 2.000 deutschen Absolventen des Fernlehrgangs „Pain Nurse“. „Seither bin ich viel aufmerksamer und sensibler, wenn ich mit Schmerz­patienten umgehe“, sagt die Pflegende.

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