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Workshadowing in einem israelischen Krankenhaus

Die diplomierte Pflegende Monika Bolliger absolviert ihren Master of Science in Nursing an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. In einem zwei- bis dreiwöchigen „Workshadowing“ sollen die Studenten von einer erfahrenen Advanced Practice Nurse lernen, ihr
theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen. Monika Bolliger zog es hierzu im Februar 2016 an das Sarah-Herzog-Memorial-Hospital in Israel. Die 330 Betten-Klinik liegt vor den Toren Jerusalems und behandelt Patienten unabhängig von ihrer Religion, ihrer Staatsangehörigkeit und ihrem finanziellem Status.

Frau Bolliger, viele gehen für das Workshadowing bevorzugt nach England, Holland oder in die USA. Warum wollten Sie nach Israel?
Genau deshalb. Ich wollte etwas anderes kennenlernen als die üblichen Länder. Ich wusste von der israelischen Spitzenmedizin – und außerdem sind meine beste Freundin und mein Partner Israelis. Seine Eltern leben in der Nähe von Jerusalem, da lag es nahe.

Hatten Sie keine Angst?
Nein. Ich kannte Israel von früheren Aufenthalten sowie einem Sommersemester an der Hebräischen Universität. Die Medien zeichnen bei uns ein sehr verzerrtes Bild des Landes. Sicher, es gibt viele Sicherheitsvorkehrungen, und während ich da war wurden jüdische Passanten im Markt des arabischen Viertels mit Messern attackiert, sodass ich mich dort lieber nicht aufgehalten habe. In der Klinik wurden alle Patientinnen und Patienten aber trotz der Sicherheitslage zusammen und gleichwertig behandelt. Sie haben sich auch ähnlich beziehungsweise friedlich verhalten, sodass man nur über den Namen oder die Kleidung unterscheiden konnte, welche Patienten christliche, jüdische oder arabische Israelis waren. In den Zimmern lagen alle Kulturen und Religionen gemeinsam, das war kein Problem. Ansonsten habe ich mich auch außerhalb der Klinik sicher gefühlt und mich frei bewegt wie in der Schweiz. Also „frei“, naja – morgens im Berufsverkehr habe ich für elf Kilometer eine Stunde gebraucht …

Lesen Sie hier das gesamte Interview: Workshadowing in einem israelischen Krankenhaus

Aus dem CNE.magazin

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