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    So können Ihre Patienten ihre Halswirbelsäulenmuskulatur auf spezifische Alltagsbelastungen hin trainieren.

     

Aktivierung der tiefen Halsmuskeln

Diese Übung dient der Aktivierung der tiefen Halsmuskeln zur besseren Stabilisation und Haltung des Kopfes während der Durchführung alltagsbezogener Armbewegungen. Erfahren Sie mehr über die Therapeuten- und Patientenseite.

Funktionelle Stabilisierung der Halswirbelsäule durch Armbewegungen

Ziel der Übung: Erlangen der Fähigkeit zur Stabilisierung der Halswirbelsäule während der unterschiedlichen Armbewegungen.

Hilfsmittel: Hocker/Stuhl, elastische Binde, kleine Gewichte (z.B. kleine gefüllte Mineralwasserflaschen).

Ausgangsstellung: Der Patient sitzt bei eingeordneter Körperlängsachse aufrecht auf dem Stuhl an der Wand. Er aktiviert due tiefen Nackenflexoren. >> Hier erhalten Sie ein Handout zur Ausgangsstellung für Ihre Patienten >>

Ausführung: Unter Beibehaltung der Ausgangsstellung und der Aktivierung der tiefen Nackenflexoren wird zusätzlich der M. trapezius pars ascendens durch ein leichtes Ziehen der Schulterblätter nach hinten unten aktiviert. Jetzt können unterschiedliche Armbewegungen ausgeführt werden.
Als Steigerung können kleine freie Gewichte eingesetzt werden. Auch ein erhöhtes Tempo und der Rhythmus der Bewegung können zur Steigerung benutzt werden.

Instruktion: In die Länge wachsen, Hinterkopf gleitet sanft nach oben entlang der Wand, die elastische Binde sanft an die Wand drücken. Die Schultern um einen halben Zentimeter nach hinten unten ziehen. Unterschiedliche Armbewegungen durchführen, während sich der Druck an Hinterkopf gegen die Wand und gegen die elastische Binde nicht verändern darf.

Fehlerquellen: Der Hinterkopf drückt vermehrt gegen die Wand oder er verliert den Kontakt mit der Wand. Die Halswirbelsäule geht in Extension.

Schlüsselpunkte: Durch das Feedback an der Wand kann der Patient sich selbst gut kontrollieren. Durch die Schulterbewegung nach hinten unten wird der M. trapezius pars ascendens aktiviert, was eine Überaktivität des M. trapezius pars descendens bei den Armbewegungen verhindert. Die Art der Armbewegungen kann an die funktionellen Bedürfnisse des Patientenalltags angepasst werden. Somit ist früh ein funktionelles Training möglich.

Alternativen/Progression: Braucht der Patient das Feedback der Wand nicht mehr, kann die Übung auf jedem beliebigen Stuhl durchgeführt werden. Patientenspezifisch natürlich auch im Stehen, je nachdem, bei welchen Aktivitäten und Bewegungen der Patient im Alltag die Probleme hat. Weitere Steigerungsmöglichkeiten durch Neigung der Körperlängsachse nach vorn. Die Übung kann auch durch Kombination mit der Aktivierung des M. transversus abdominis gesteigert werden.

Anwendungsmöglichkeiten: Muskuläre Dysbalancen der oberen Extremität, Verlust einer funktionellen Stabilisierung der Halswirbelsäule, während Armbewegungen ausgeführt werden. Hypermobilität oder Instabilität der Halswirbelsäule, Weiterführung der Haltungskorrektur zur Einordnung des Kopfes in die Körperlängsachse unter funktionellen Armbewegungen.

>> Hier erhalten Sie ein Handout zur Aktivierung der tiefen Halsmuskeln für Ihre Patienten >>

Weitere Übungen gibt´s hier: