• Stehen in regem Austausch: Bundestagsabgeordneter Dr. Roy Kühne (links) und BvT- Vorsitzender David Lopez bei der Kundgebung in Frankfurt am Main

     

Aufklärer und Wachrüttler

Im März gründete sich der Bund vereinter Therapeuten. Seine Ziele: eine bessere Vergütung, weniger Bürokratisierung und mehr Mitsprache auf politischer Ebene. Seine Strategie: Bevölkerung, Politik und Ärzte aufklären und Therapeuten wachrütteln – auch auf der Straße.

Es ist der 11. Oktober 2014. 10 Uhr. Am Römer in Frankfurt steht die Polizei bereit für den Demonstrationszug des Bundes vereinter Therapeuten (BvT). In einer halben Stunde soll er starten. Noch ist kein Therapeut zu sehen auf dem Platz. Doch allmählich sammeln sich Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Logopäden – ausgerüstet mit Trillerpfeifen, Ratschen und Trommeln. Am Ende sind es weit über 200, die nicht zu überhören und zu übersehen sind, als sie durch die Innenstadt in Richtung Roßmarkt ziehen. Hier werden sie von der Frankfurter Band NiteShift erwartet. Deren stimmungsvolle Musik lockt auch Passanten an, die so auf die Belange der Therapeuten aufmerksam werden.

Fünf Redner betreten die Bühne, einer von ihnen ist Physiotherapeut David Lopez, erster Vorsitzender des BvT (siehe Abb.). Er freut sich sichtlich über den großen Zuspruch in Frankfurt und darüber, dass auch zur zweiten Kundgebung des BvT der Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne, auch Physiotherapeut, dabei ist. In seiner Rede ermuntert Kühne die Therapeuten dazu, so viel Rabatz wie möglich zu machen. Die Hebammen hätten gezeigt, dass auch eine kleine Gruppe auf politischer Ebene Gehör finden kann. Es brauche das öffentliche Bewusstsein, denn viele Menschen wissen nicht, wie wenig Therapeuten verdienen. Aber alleine werde diesen der Wandel nicht gelingen, gegeneinander auch nicht. Die Ärzte säßen letztendlich im selben Boot und müssten sich mit Richtgrößen und Rezeptprüfpflicht herumschlagen. Es gehe also nur gemeinsam und wenn jeder Therapeut in seinem Umfeld selbst aktiv werde. Genau aus diesem Grund möchte David Lopez so viel wie möglich Ergo-, Physiotherapeuten und Logopäden aktivieren, sich selbst zu engagieren.

Lesen Sie das gesamte Interview mit David Lopez aus der physiopraxis 11/12 2014.