• Kommen Patienten mit Demenz zur Physiotherapie, kann das die Therapeuten ganz schön herausfordern. Die Kommunikation ist aufgrund neurodegenerativer Veränderungen erschwert.

     

Die wichtigsten Strategien bei Demenz

Kommen Patienten mit Demenz zur Physiotherapie, kann das die Therapeuten ganz schön herausfordern. Die Kommunikation ist aufgrund neurodegenerativer Veränderungen erschwert. Wer einen vertrauten Rahmen in der Therapie schafft und einfach und klar kommuniziert, erhöht den Therapieerfolg.

Hintergrund

Definition

In der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10) werden Demenzen als Folgesyndrome einer erworbenen meist fortschreitenden Krankheit des Gehirns beschrieben [1]. Diese gehen mit Beeinträchtigungen in den Bereichen Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen einher. Oft werden die kognitiven Beeinträchtigungen von Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens und der Motivation begleitet.

Diagnose

Ob ein Patient tatsächlich unter einer beginnenden Demenz leidet, kann nur durch eine umfassende medizinische und neuropsychologische Untersuchung festgestellt werden. Eine frühe Diagnose ist entscheidend für den Verlauf der Krankheit: Je früher die Ursachen für kognitive Veränderungen erkannt werden, desto erfolgversprechender ist die Therapie. Außerdem ist eine sichere Diagnose die Voraussetzung dafür, dass Betroffene und Angehörige frühzeitig die weitere Versorgung gemeinsam planen, Vorsorgeverfügungen treffen und das Lebensumfeld optimieren können. Erste Anlaufstelle sollte der Hausarzt sein, der dann an spezielle Gedächtnisambulanzen oder Memory-Kliniken überweisen kann.
Für die Diagnose Demenz müssen die oben beschriebenen Symptome mindestens sechs Monate bestehen und die Alltagskompetenz der Betroffenen beeinträchtigen. Das Bewusstsein ist im Gegensatz zum akuten Verwirrtheitszustand oder Delir nicht getrübt. Oft treten früh im Krankheitsverlauf depressive Symptome auf, die aber auch selbst Ursache kognitiver Defizite sein können („Pseudodemenz“).

Epidemiologie

Die Zahl der Menschen mit Demenz in Deutschland wird aktuell auf etwa 1,4 Millionen geschätzt [2]. Während in der Altersgruppe der 65- bis 69-Jährigen nur knapp ein Prozent erkrankt ist, verdoppelt sich diese Zahl im Abstand von etwa fünf Altersjahren und liegt bei den über 90-Jährigen bei mehr als 30 Prozent [2]. Gelingt kein Durchbruch in Prävention und Therapie, wird sich die Zahl der Erkrankten bis zum Jahr 2050 verdoppeln [2].

Lesen Sie den ganzen Artikel „Die wichtigsten Strategien bei Demenz“ aus der physiopraxis 1/2014 hier.

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