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Golf-Physiotherapie

Golf ein Elitesport? Das war gestern. Mehr als eine halbe Million Anhänger teilen auf Deutschlands Golfanlagen ihre Leidenschaft für den kleinen weißen Ball auf dem weiten Grün. Tendenz steigend. Das ist die Chance für Physiotherapeuten. Nicht nur therapeutisch bietet der Golfsport ein interessantes Arbeitsfeld. Auch in der Prävention gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich ein zweites Standbein neben der Arbeit in der Praxis aufzubauen.

635.000 Sportler aller Altersklassen marschierten 2012 regelmäßig durch die Grünanlagen der Golfclubs in Deutschland. Somit ist die Zahl der Golfsportanhänger in den letzten zehn Jahren um fast 50 % gestiegen. Und der Trend hält an.

Diese Entwicklung können sich Physiotherapeuten zunutze machen: Sie therapieren und coachen Golfspieler, die entweder Beschwerden beim Golfspiel haben oder es erst gar nicht so weit kommen lassen wollen.

Vorkenntnisse

Die meisten Golf-Physiotherapeuten spielen selbst Golf. So auch Anja Rietmann. Vor etwa vier Jahren begann die 41-Jährige mit dem Golfsport. Die Golf-Physiotherapeutin aus Hamburg interessierte sich für die Ausbildung aufgrund eigener Beschwerden im thorako-lumbalen Übergang durch das Golfspiel.

In ihrer Zusatzausbildung zur Golf-Physiotherapeutin hat sie gelernt, ihren Golfschwung zu modifizieren, um den Beschwerden entgegenzuwirken.

„Es ist die Aufgabe des Golf-Physiotherapeuten eine Therapie zu finden, die auf die individuellen Probleme und die anatomischen Möglichkeiten und Voraussetzungen des Golfspielers abgestimmt ist“, erklärt sie die Grundidee der Golf-Physiotherapie.

Für eine Ausbildung zum Golf-Physiotherapeuten beim Deutschen Golfverband (DGV) ist Golferfahrung keine Voraussetzung, aber zu empfehlen. Dabei geht es nicht um ein bestimmtes „Handicap“, welches das spielerische Niveau des Könnens eines Spielers bezeichnet und nicht den Grad seiner physischen Beeinträchtigung: Grundkenntnisse in dieser Sportart, das Golfvokabular und die Bewegungsabläufe am „eigenen Leib“ zu erfahren, sind wichtige Voraussetzungen, um sich besser in die Kunden hineinversetzen und die Inhalte einschließlich der Fachterminologie vermitteln zu können. Ein sogenannter „Platzreifekurs“, der vielerorts in fünf Tagen absolviert werden kann und mit einer Prüfung abschließt, reicht dabei aus. 

Kursinhalte und Indikationen

Verschiedene Institute bieten Ausbildungen für Physiotherapeuten und Ärzte an. Eine Zertifizierung vom DGV kann dabei eine Orientierung zur Qualitätsbeurteilung sein. Ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für einen Ausbildungsanbieter sind aber auch die Kursinhalte und die Kursdauer.

Die Kursinhalte unterscheiden sich überwiegend durch ihre Schwerpunktsetzung. Verschiedene Bezeichnungen sind dabei allerdings nicht einheitlich definiert. So gibt es Golfphysiotrainer, Golftherapeuten und Golfcoaches. Jeder Anbieter kann darunter etwas anderes verstehen und die Inhalte frei auswählen. Einige Ausbildungsinstitute unterscheiden ihre Schwerpunkte tendenziell in zwei Kategorien: Prävention und Therapie.

Der Golfphysiocoach ist eher in der Prävention zu finden. Er korrigiert und optimiert Bewegungsabläufe, damit es zu keinen Fehlbelastungen durch das Golfspiel kommt.

Im Gegensatz dazu kommt der Golfphysiotrainer zum Einsatz, wenn bereits Beschwerden bestehen. LWS-, HWS-, Schulter- und Ellbogenbeschwerden sind dabei die überwiegenden Übel, mit denen der Golfspieler zu kämpfen hat.

Die Ausbildungsdauer kann individuell gestaltet werden, denn die meisten Kurse sind modular in drei bis fünf Teile gegliedert und können separat gebucht werden. Somit hängt die Kursdauer vom Ziel des Physiotherapeuten ab. Er sollte sich im Vorfeld darüber klar sein, was er erreichen möchte.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Golf-Physiotherapie – Ein zweites Standbein

Aus der Zeitschrift physiopraxis 11-12/2013

 

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