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Kieferschmerzen beurteilen – Strukturierte Untersuchung bei CMD

Eine kraniomandibuläre Dysfunktion äußert sich oftmals nicht nur durch Kieferschmerzen, sondern auch in Symptomen im Augen-, Ohren- oder Mundbereich. Umso wichtiger ist daher eine strukturierte Diagnostik. Der Kieferexperte erklärt das Vorgehen.

Im Artikel und in einem Webinar erklärt Kieferexperte Kay Bartrow, wie Therapeuten im Befund vorgehen.

Eine strukturierte physiotherapeutische Diagnostik ist wegweisend für eine multimodale Therapie, und man sollte sich an den dafür geltenden Gütekriterien orientieren. Diese stehen für eine qualitative Auswahl der bestmöglichen Untersuchungstools und erleichtern es, die Symptomatik im Kontext zu klinischem und theoretischem Hintergrundwissen individuell zu beurteilen.

Beginnend mit der Anamnese, in der auch eine Abklärung von Kontraindikationen, einzuhaltender Vorsichtsmaßnahmen und einer bestehenden Flaggenproblematik (z. B. psychosoziale Beurteilung) erfolgen muss, ist eine körperliche Untersuchung bei Patienten mit kraniomandibulärer Dysfunktion (CMD) standardisiert aufgebaut. Hierin erhebt man alle therapierelevanten Daten, die nötig sind, um die Interventionen planen und durchführen zu können. Nur so kann die multimodale Physiotherapie mit effektiven Maßnahmen, Eigenaktivität und Training des Patienten und einer eventuell erforderlichen Patientenedukation diesem gerecht werden.

Bei einer CMD ist im klinischen Alltag mit vielfältigen Symptomen zu rechnen, die sich nicht alle auf nur eine Körperregion beziehen müssen. Es kommen Symptome im Gesichts- oder Hirnschädel, den Zähnen, des kranialen Nervensystems, der Augen oder Ohren sowie im Mund-, Rachen- und Halsbereich vor. Umso wichtiger erscheint eine strukturierte Diagnostik. Je einheitlicher diese geplant und durchgeführt wird, desto durchgängiger, zielgerichteter und individueller lässt sich die Behandlung und das erforderliche Gesamtmanagement des Patienten gestalten.

Subjektive und objektive Untersuchung

Die physiotherapeutische Diagnostik bei CMD kann in eine subjektive und eine objektive Untersuchung unterteilt werden. Beide Bestandteile liefern wichtige Daten, um den Therapieplan zu gestalten.

Eine nach der Anamnese evaluierte Hypothese bezüglich der Problematik des Patienten, inklusive möglicher Ursachen und beitragender Faktoren, ist die Grundlage der Therapie. In der körperlichen Untersuchung werden Belege für die Hypothesen gesucht. Findet man diese, erfolgt die Behandlung. Muss die Hypothese aus Mangel an Beweisen verworfen werden, geht es zurück zur Diagnostik.

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Aus der Zeitschrift physiopraxis 10/2019

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