• Die Anzahl von Sportlern mit traumatischen Knorpelschäden im Kniegelenk steigt.

     

Konservative Therapie für Sportler mit Knorpelschaden

NORWEGISCHES TRIPLE: Wie Patienten mit Knorpelschäden im Kniegelenk nach einem dreimonatigen Rehabilitations-programm den Alltag wieder problemlos meistern konnten, untersuchte Barbara Wondrasch gemeinsam mit einer norwegischen Arbeitsgruppe in der Oslo CARE Study. Für die Sportphysio stellt sie den Rehabilitationsprozess vor. Das Akronym CARE steht für Cartilage active Rehabilitation and Education.

Die Häufigkeit von Knorpelschäden im Kniegelenk nimmt bei Amateursportlern und professionellen Sportlern zu. In der operativen Behandlung von Sportlern mit Knorpelschäden zeigen vor allem die Mikrofrakturierung und die autologe Chondrozyten-transplantation sehr gute bis exzellente Ergebnisse. Sie können die Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten auf professionellem Niveau ermöglichen. Beide Methoden sind allerdings mit einer langen postoperativen Rehabilitation verbunden. Sie ist notwendig für die optimale Ausheilung des Reparaturgewebes. Je nach Operationsmethode empfiehlt die Literatur vor dem Wiedereinstieg in das Wettkampfgeschehen zwischen sechs und zwölf Monaten intensive Rehabilitation. Diese lange wettkampffreie Zeit fordert die betroffenen Sportler mental und physisch stark heraus und entwickelt sich manchmal zu einer unüberwindbaren Hürde für die Rückkehr auf den präoperativen Sportlevel.

Des Weiteren ist nicht jeder Gelenkknorpelschaden für diese operativen Techniken geeignet. Für beide operativen Methoden gibt es strenge Ein- und Ausschlusskriterien, die ein gutes postoperatives Ergebnis gewährleisten sollen. Aus diesen zwei genannten Gründen sollte man besonders für Sportler mit Gelenkknorpelschäden auch konservative Behandlungs-möglichkeiten erwägen. Vor jedem knorpelchirurgischen Eingriff sollten alle konservativen Optionen ausgeschöpft werden.

Konservative Methoden
Die bisherigen in der Literatur beschriebenen Möglichkeiten zur konservativen Behandlung von Patienten mit Gelenkknorpel-schäden inkludieren Gewichtsabnahme, Lebensstiländerung (inklusive der beruflichen Tätigkeit und sportlicher Aktivitäten), Nahrungsergänzungsmittel sowie orale und intraartikuläre Medikation. Der aktiven Rehabilitation in Form von Krafttraining und sensomotorischem Training schenkte man bisher wenig Aufmerksamkeit. Dabei zeigen viele Untersuchungen bei Patienten mit Knie- und Hüftgelenkarthrose, dass Krafttraining und sensomotorisches Training die Funktion des Kniegelenks und die Lebensqualität verbessern.

 

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