• Abschlussfoto erste Abgänger PT Kurs

    Im September 2005 war es so weit: Das Dhulikhel Medical Institute verabschiedet die ersten zehn Physiotherapiestudenten.

     
  • Stehpult

    Die qualifizierten Physiotherapeuten sind für die Bedürfnisse der Patienten in ihrem Land gut ausgebildet. Selbst wenn einmal ein Patient nach Schussverletzung kommt, wissen sie, was zu tun ist.

     
  • Massenlager

    In nepalesischen Krankenhäusern sind bis zu 20 Patienten – hier während einer HWS-Traktion – in einem Zimmer untergebracht.

     
  • Hausbesuch

    Physiotherapeutin Christina Vomhof zu Beusch bei einer nepalesischen Familie. Die Warmherzigkeit der Nepalesen berührte sie sehr.

     
  • Behandlung 2

    Krankenpfleger Jochen mobilisiert einen Patienten mit Schädelhirntrauma.

     

Lebenshilfe inklusive

PHYSIOTHERAPIE IN NEPAL: Physiotherapie ist in Nepal eine junge Disziplin, die sich im Aufbau befindet und auf Unter-stützung von ausländischen Physiotherapeuten angewiesen ist. Christina Vomhof und Kristina Hentschel haben in Nepal gearbeitet und berichten über die medizinische Versorgung und darüber, wie sich die Physiotherapie dort Schritt für Schritt etabliert hat.

In Nepal, dem kleinen Himalaja-Königreich südlich von China, wohnen die meisten Einwohner in ländlichen Regionen. Sie leben von der Landwirtschaft – ohne Kranken- und Sozialversicherungen und fern jeglicher Infrastruktur. Benötigen sie eine medizinische Behandlung, müssen sie oft lange Fußmärsche auf sich nehmen, um die nächste „Medizinstation“ oder das nächste Distriktkrank-enhaus zu erreichen. Aufwendige Behandlungen sind nur in den großen Städten des Landes möglich. Eine medizinische Grundver-sorgung ist für viele Nepalesen schwer zugänglich, geschweige denn bezahlbar.

Physiotherapie: sinnvoll und anders als hierzulande
Die Menschen in Nepal sind mit einer hohen Sterblichkeitsrate von Säuglingen und Kleinkindern konfrontiert. Viele Frauen sterben bei der Geburt ihrer Kinder aufgrund fehlender medizinischer Versor-gung. In Deutschland recht einfach zu behandelnde Erkrankungen führen dort zum Tode: die Mittel fehlen und die hygienischen Ver-hältnisse sind schlecht. Viele Menschen sind mangel- und unter-ernährt. Ärzte der Distriktkrankenhäuser wandern in die Haupt-stadt ab, und Medikamente erreichen die entlegenen Regionen nicht, weshalb dort die medizinische Versorgung oft fehlt.

Kann Physiotherapie in Nepal etwas ausrichten? Ja! Sie verbes-sert, oft durch einfache Behandlungen und Tipps, die Situation der Patienten, wodurch diese wieder eine Perspektive haben und arbeiten können. Physiotherapie leistet wichtige Lebenshilfe für den Patienten und dessen Familie bei medizinischen und sozialen Folgen von Traumata, neurologischen und anderen Erkrankungen. Oberste Priorität genießt eine pragmatische Basis-Physiotherapie – ohne hohe medizinische und therapeutische Ansprüche, wie man sie aus dem Alltag von deutschen Physiotherapeuten kennt. Sie ist in einem weiteren Sinne zu betrachten: Sie schließt soziale, psychologische, gesellschaftliche, ergotherapeutische, logopäd-ische und orthopädiemechanische Aspekte ein.

 

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