Leitfaden digitale Physiotherapie

Trotz Corona-Krise werden gesundheitliche muskuloskelettale (MSK) Probleme, die durch Physiotherapie behandelt werden können und sollten, weiterhin vorhanden sein. Vielleicht haben Patienten uns Physiotherapeuten jetzt sogar nötiger als je zuvor, weil sie zurzeit nicht das Haus/die Wohnung verlassen können, sich weniger bewegen, aber auch weniger mit Anderen über ihre Beschwerden austauschen können und sich daher vermehrt Sorgen machen.

Für ihr Gesundheitsproblem können wir Physiotherapeuten Folgendes tun:

  • Zuhören
  • Versuchen, das Problem zu verstehen (in allen seinen Facetten)
  • Aufklärung geben
  • Einfühlungsvermögen zeigen
  • Eine Beziehung (Allianz) aufbauen
  • Die Patienten zum Selbstmanagement befähigen

Da verständlicherweise viele Patienten derzeit nicht in die Praxen kommen können und/oder wollen, stellt sich die Frage, wie wir sie weiterhin versorgen können. Aufgrund der aktuellen Situation haben wir die offizielle Genehmigung, physiotherapeutische Leistungen auch via Video abzugeben. Diese weltweit verbreitete Art der Patientenversorgung hatte in Deutschland bisher keinen großen Stellenwert. Da nun ihr Einsatz offiziell möglich ist, stellen sich neben vielen rechtlichen und technischen Fragen auch solche zur eigentlichen Durchführung der Therapie.

Digitale Physiotherapie ist nicht nur eine Notlösung und auch nicht weniger gut oder weniger wirkungsvoll als die „normale“ Physiotherapie. Zu dem Thema gibt es viele Studien. Eine Metaanalyse von Cottrell et al. aus 2017 kam zu dem Schluss, dass die Echtzeit-Telerehabilitation bezogen auf die Verbesserung der körperlichen Funktionsfähigkeit und der Schmerzen im Vergleich mit konventionellen Versorgungsmethoden bei einer Vielzahl von Erkrankungen des Bewegungsapparats ähnlich effektiv ist. Der vorliegende Leitfaden soll Informationen und Ideen rund um die digitale Physiotherapie liefern. Er erhebt weder Anspruch auf Rechtssicherheit noch auf Vollständigkeit, sondern soll lediglich eine Unterstützung im Prozess sein. Der Leitfaden wurde anhand verschiedener Podcasts, Webinare, YouTube-Sessions, Blogs und Infoschreiben erstellt. Bei den Quellen handelt es sich sowohl um nationale (liefern die Informationen im Zusammenhang mit der Corona-Krise) als auch internationale (von Therapeuten, die schon lange in der digitalen Versorgung arbeiten).

Hardware

Ein Computer, Laptop, Tablet oder Smartphone reichen aus. Zwar verfügen Laptop und Smartphone oft über keine optimale Kamera, aber für die jetzige Situation reichen sie sicher aus. Eine gute Alternative wäre jedoch eine Webcam mit Stativ. Kopfhörer mit eingebautem Mikrofon sorgen für eine bessere Qualität. Sowohl Kabel als auch Bluetooth haben ihre Vor- und Nachteile (z.B. Freiheit versus Akkulaufzeit).

Software

Am besten eignet sich eine Plattform, die keinen Download von den Patienten erfordert. Die Video-Konferenz sollte per Klick aus einer Mail heraus erreichbar sein.

 

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