• DEMMI

    Fit in die Zukunft: Wer den DEMMI einsetzt, weiß, wie mobil Menschen im Alter sind.

     

Mobilität im Schnellcheck

ASSESSMENT – DE MORTON MOBILITY INDEX (DEMMI): Alle gängigen Assessments, die die Mobilität von Patienten in der Geriatrie messen, haben Schwächen. Diese machen es teilweise unmöglich, relevante Fortschritte abzubilden. Der DEMMI, ein neuer Mobilitätstest aus Australien, schafft endlich Abhilfe. Er ist gültig für das gesamte Mobilitäts-spektrum, kostenlos und liegt nun in deutscher Version vor.

Mobilität und Gehfähigkeit wiederherstellen, erhalten oder verbessern – das sind fast immer relevante Ziele der Physio-therapie bei älteren Menschen. Um die Erfolge der Maßnahmen nachzuweisen, bedarf es eines geeigneten Messinstruments. Dies sollte praktikabel und kostengünstig sein, nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen, das gesamte Gesundheits- und Mobilitäts-spektrum abdecken und die gängigen Anforderungen an relevante Gütekriterien wie Validität und Reliabilität erfüllen.

Bisherige Assessments nicht geeignet
Wie eine australische Forschergruppe um Natalie de Morton in einem systematischen Review feststellte, gab es bis dato noch kein geeignetes Mobilitätsassessment, das all diese Bedingungen erfüllte – weder der Timed Up and Go Test (TUG) noch die Functional Ambulation Categories (FAC) oder die mobilitäts-bezogene Subskala des Barthel-Index (BI). Denn diese Assess-ments haben bedeutsame Limitationen. So sind die FAC nicht ausreichend sensibel, um Veränderungen bei älteren Patienten mit akuten Beschwerden zu erfassen. Der TUG weist erhebliche Bodeneffekte auf. Das bedeutet, dass circa ein Viertel der Patienten, die wegen akuten geriatrischen Erkrankungen in die Klinik kommen, den Test gar nicht durchführen kann. Auf der anderen Seite weist der TUG bei relativ mobilen Patienten Deckeneffekte auf, sodass sich Verbesserungen kaum noch erfassen lassen. Eine vergleichbare Problematik hat der Barthel-Index: 25 % der Patienten mit Mobilitätsproblemen erzielen dabei Punkte im Maximalbereich – ihre Probleme werden somit nicht erfasst.

Und auch andere Mobilitätsassessments wie die Elderly Mobility Scale (EMS), das Hierarchical Assessment of Balance and Mobility (HABAM) und die Physical Performance Mobility Examination (PPME) können den Mobilitätsstand von alten Menschen nicht über das ganze Mobilitätsspektrum abbilden.

Grund genug für Natalie de Morton, in einem aufwendigen Verfahren im Jahre 2008 den De Morton Mobility Index, kurz DEMMI, zu entwickeln. Dieses Assessment ist in Australien mittlerweile „State of the Art“ in der Geriatrie und wurde 2011 in einer validierten Version für die Niederlande veröffentlicht. Die Hochschule für Gesundheit in Bochum hat nun den DEMMI ins Deutsche übersetzt und an 131 geriatrischen Patienten auf der Akut- und Reha-Station des Marienhospitals in Wattenscheid getestet.

Assessment DEMMI

Lesen Sie hier den kompletten Artikel zum De Morton Mobility Index.

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