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Nebenwirkungen von Medikamenten an Muskel, Gelenk und Nerv - Drei Fallberichte

Schwäche in den Oberschenkeln, Hüftschmerzen, Sensibilitätsstörungen. Drei Fallbeispiele zeigen die Komplexität der Nebenwirkungsproblematik neuromuskuloskeletaler Beschwerden. Erst der Weg über mehrere Arbeitshypothesen bringt die wahre Ursache der Beschwerden zum Vorschein – ein Medikament. Vor allem wenn der Behandlungsverlauf nicht einem erwarteten Muster entspricht, sollten Manualtherapeuten sich die Arzneimittel der Patienten genauer ansehen.

Manualtherapeuten sind spezialisiert auf neuromuskuloskeletale Befunderhebungen und Behandlungen. Die Kenntnis der Medikation des Patienten ist dabei unabdingbar für das Clinical Reasoning unter Einbezug der ICF-Kontextfaktoren. Der ärztliche Unterricht, der in der Weiterbildung Manuelle Therapie vorgeschrieben ist, zielt auch auf den Erwerb von Kenntnissen über Medikamente und ihrer Relevanz im manualtherapeutischen Setting. Der Therapeut wird bei der Erhebung der Medikamentenanamnese mit Arzneimitteln konfrontiert, die für das neuromuskuloskeletale Problem des Patienten vom Arzt verordnet, vom Patienten selbst gekauft oder aus dem von allen Familienmitgliedern gespeisten häuslichen Bestand genommen wurden. Er sollte die Medikamente des Patienten auch als Ursache für dessen aktuelles neuromuskuloskeletales Problem in Erwägung ziehen, insbesondere dann, wenn das Problem nicht einem erwarteten Muster entspricht oder einen protrahierten Verlauf zeigt. Informationen zu Nebenwirkungen stehen in der Gebrauchsinformation (= Beipackzettel) oder in der im Internet zu findenden wissenschaftlichen Fachinformation. Nebenwirkungen und deren Häufigkeit sind seit 1995 auch in der Nebenwirkungsdatenbank des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und seit 2007 in der Datenbank „sanego“ zu finden. Die Relevanz neuromuskuloskeletaler Nebenwirkungen zeigt sich allein schon am Beispiel der zur Cholesterinsenkung eingesetzten Statine. Fast fünf Millionen Menschen werden in Deutschland damit behandelt. Fünf bis zehn Prozent dieser Patienten bekommen Muskelbeschwerden.

Ergibt sich aus der Vorgeschichte oder aus dem Behandlungsverlauf der Verdacht auf medikamentenbedingte Beschwerden des Bewegungsapparates, informiert der Therapeut idealerweise den Arzt, mit dem er entsprechend der Heilmittelrichtlinie eng zusammenarbeitet.

Drei Fallbeispiele zeigen die Komplexität der Nebenwirkungsproblematik neuromuskuloskeletaler Beschwerden, die erst über mehrere Änderungen der Arbeitshypothesen auf ein Medikament zurückgeführt werden konnten.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Nebenwirkungen von Medikamenten an Muskel, Gelenk und Nerv – Drei Fallberichte

Aus der Zeitschrift manuelletherapie 4/2016 

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